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Wetter, Anreise, Camping, BandsDas müssen Besucher von Rock am Ring am Nürburgring wissen

6 min
Das Bild zeigt die Crowd vor der Hauptbühne.

Die Vorfreude auf Rock am Ring ist riesig. Das Musikfestival beginnt am Freitag.

Auf dem Festivalgelände am Nürburgring wird digital gezahlt. Linkin Park und Iron Maiden sind die Publikumslieblinge bei Rock am Ring.

Die Vorfreude steigt. In wenigen Tagen startet Rock am Ring (RaR) – mit Headlinern wie Linkin Park, Iron Maiden oder Volbeat. Als Rock am Ring 1985 auf dem Nürburgring Premiere feierte, war es als einmaliges Event geplant. Ein Rockfestival auf einer Rennstrecke – das gab es so noch nicht.

Etwa 75.000 Menschen kamen damals, feierten Acts wie U2 oder Foreigner, und Veranstalter Marek Lieberberg schuf eine Marke, die bis heute Bestand hat: Das Konzept wurde zum Vorbild für viele andere Festivals.

Wer steht am Nürburgring auf den Bühnen?

Nach Querelen mit dem Betreiber des Nürburgrings wanderte das Festival in den Jahren 2015 und 2016 ins benachbarte Mendig. Seit 2017 ist es jedoch zurück am Ursprungsort. Nach Lieberbergs Rückzug 2021 übernahm die PRK DreamHaus GmbH das Festival, in einem zunehmend komplexen Markt. Kostete das Ticket 1985 noch 49 Mark, liegt der Einstiegspreis heute bei 179 Euro, ohne Camping.

Es tritt das Who des Who der Rock-Musik auf. Auf den drei Bühnen stehen unter anderem Iron Maiden, Linkin Park, Volbeat, Limp Bizkit, Papa Roach, Electric Callboy, Bad Omens, Sabaton, The Offspring, The Hives, Alter Bridge, Tom Morello, Finch, Breaking Benjamin, Bush, H-Blockx, The Pretty Reckless, Mehnersmoos, Sondaschule, Ecca Vandal, Basement, President, Wargasm, High Vis und viele weitere Bands und Interpreten.

Wie kann man RaR-Feeling erleben, ohne vor Ort zu sein?

Rock am Ring und die Telekom haben ihre Partnerschaft erneuert. Vom 5. bis 7. Juni wird die Telekom das Festival nicht nur am Nürburgring, sondern auch digital erlebbar machen mit einem offiziellen Livestream.

Wie kann während des Festivals bezahlt werden?

Die Zeiten von Bargeld in der verschwitzen Hosentasche, das sich während dem Crowdsurfen davonmacht, sind bei Rock am Ring lange vorbei. Die Veranstalter setzen stattdessen auf ein Cashless-System, das es erlaubt, mit einem Chip am Festivalbändchen zu bezahlen. Mit dem Chip am Handgelenk lassen sich auf dem Festivalgelände Merchandise, Street Food und Getränke kaufen.

Da man   nur mit dem Cashless-Chip zahlen kann, sollte man diesen am besten vorher mit genügend Guthaben aufladen. Dies kann man schon vor dem Festival online oder mit der Rock am Ring-App erledigen. Das Cashless-Portal ist bereits online. Sollte man nach dem Festival noch Guthaben übrig haben, kann man sich das Geld problemlos auszahlen lassen. Natürlich gibt es auch   Möglichkeiten, das Guthaben aufzuladen.

Schließfächer für Rock am Ring buchen?

Eine weitere Sache, die schon vor dem Festival gebucht werden sollten, sind Schließfächer. Dort können nicht nur Wertsachen unterbracht, sondern auch elektronische Geräte aufgeladen werden. Es gibt sie in verschiedenen Größen, die Stromversorgung reicht bis zu 15 Watt.

Die Schließfächer stehen wieder an den Standorten am Haupteingang und auf dem Campingplatz C3, außerdem kommt dieses Jahr ein neuer Standort auf dem Campingplatz B5 hinzu. Die Schließfächer können über die Rock am Ring-Webseite im Bereich „Tickets“ gebucht werden.

Was wird Ring-Rockern bei der Anreise empfohlen?

Autofahrerinnen und Autofahrern empfehlen die Organisatoren die Anreise in Fahrgemeinschaften und auch ausdrücklich die Nutzung der Navigations-App „Nunav“. Diese leite Besucher in Echtzeit zu freien Parkflächen.

Andere Navigationsdienste wie Google Maps oder Apple Maps sollten möglichst nicht verwendet werden, da Strecken teils gesperrt oder nicht befahrbar seien. Zudem solle der Beschilderung sowie den Anweisungen von Polizei und Ordnungskräften gefolgt werden.

Wie funktioniert das mit dem Campen?

Park- und Campingflächen öffnen am Mittwoch, 3. Juni, gegen 12 Uhr. Die Abreise muss bis Montag, 8. Juni, 12 Uhr, erfolgt sein.

General bedeutet klassisches Camping. Besondere Regeln zum Umweltschutz und zu einer Nachtruhe zwischen 1 Uhr nachts bis 8 Uhr morgens gibt es hingegen in der Green Camping Area. Stromversorgung im Umkreis von etwa 50 Metern gibt es im Rock'n'Roll-Camping. In allen drei Kategorien ist das Parken inklusive. Beim Caravan Ticket wird zwischen den Zonen B, C und D unterschieden, zu denen man auf dem Ticket-Reiter des Veranstalters genauere Infos findet.

Das Bild zeigt eine Frau, die vor der Bühne eine Band feiert.

Gute Stimmung und Riesenrad gehören zu Rock am Ring wie Regen und Kutten.

Komfortablere Übernachtungsmöglichkeiten gibt es beim Utopia Stage Camping mit einer fest reservierten Parzelle auf dem Campingplatz neben der Hauptbühne – der Utopia Stage – inklusive eines bereits aufgebauten Zwei-Personen Zelts. Dazu gibt es einen eigenen Zugang zur Zone A und B.

Noch luxuriöser wird es beim VIP-Camping, dem sogenannten Experience Camp. Dort wird in voll ausgestatteten Containern mit Betten übernachtet, es gibt kostenlose Sanitäranlagen sowie befestigte Wege. Außerdem steht den Besuchern ein direkter und eigener Zugang zum ersten und zweiten Wellenbrecher der Hauptbühne und dem Festivalgelände zur Verfügung.

Gibt es Angeberwissen, das jeder Ringrocker haben muss?

Der Zuschauerrekord des Festivals stammt aus dem Jahr 2016. Insgesamt 92.500 Zuschauer nahmen damals teil. 2022 war es nach zwei Jahren Corona-Pause ebenfalls sehr voll – es kamen 90.000 Zuschauer zum Nürburgring. Vergangenes Jahr war das Festival ebenfalls ausverkauft. Aus Sicherheitsgründen musste man den Verkauf auf 90.000 Wochenendtickets begrenzen.

Was sind das für komische Kreise, die sich gerne bilden?

Das ist ein Moshpit – manchmal auch Mosh Pit geschrieben. Das ist der Bereich direkt vor der Bühne bei Konzerten, vor allem in der Rock-, Metal-, Punk- oder auch Techno-Szene. Dort geht es deutlich weniger geordnet zu als im restlichen Bereich: Fans springen, tanzen, rempeln sich an, lassen Energie frei. Der Begriff setzt sich sinngemäß aus Mosh (frei übersetzt: wildes, chaotisches Tanzen) und Pit (Grube) zusammen. Von außen wirkt das Ganze schnell wie kontrolliertes Chaos – von innen ist es eher ein sportliches Gruppenerlebnis mit lauter Musik.

Damit dabei niemand unter die Räder kommt, gibt es allerdings eine Art ungeschriebenes Regelwerk, die sogenannte Pit-Etikette. Und die ist erstaunlich sozial für so viel Bewegung. Ganz oben steht: Rücksicht. Auch wenn es wild zugeht – es geht nicht ums Kämpfen, sondern ums gemeinsame Ausrasten zur Musik. Wer zu Boden geht, wird geschützt: In der Regel bildet sich sofort ein kleiner Schutzkreis, und andere helfen einem wieder auf die Beine.

Das Bild zeigt zahlreiche Fans.

Etwa 90.000 Fans werden bei Rock am Ring erwartet.

Wertsachen hingegen haben im Moshpit eher schlechte Karten. Handy, Geldbeutel oder Brille sollten besser draußen bleiben – nicht aus Sicherheitsgründen der anderen, sondern der eigenen.

Und noch wichtig: Nicht jeder möchte mitmischen. Wer nur zuschauen will, wird in Ruhe gelassen – auch das gehört zum unausgesprochenen Ehrenkodex. Am Ende bleibt der Moshpit genau das, was sein Name verspricht: ein bisschen Chaos, viel Energie – aber überraschend viel gegenseitiger Respekt.

Wo gibt es Wasserstellen, um sich zu versorgen?

Es gibt zahlreiche Wasserstellen im sogenannten Infield und Outfield. Ringrockern wird eine faltbare Trinkflasche (maximal ein Liter) empfohlen.

Sind Bauchtaschen erlaubt?

Ja, Bauchtaschen sind erlaubt. Alternativ kannst du auch noch ein Turnbeutel/Clearbag im DINA4 Format mit ins Infield nehmen. Kleine eingeschweißte Snacks wie Müsliriegel sind grundsätzlich erlaubt - dabei handelt es sich aber wirklich nur um Kleinigkeiten.


Das Wetter für Rock am Ring

Vor Rock am Ring gehen die Deutschen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: der Unterhaltung über das Wetter. Also, wie wird es? Gemischt. Erwartet wird ein Regen-Sonne-Mix. Rock und Regen passen so gut zusammen wie Apfelsaft und Cola. Klingt gegensätzlich, schmeckt aber – wirklich.

Denn eine Schlammschlacht zu Gitarren und Headbanging lässt das Herz so mancher Festivalbesucher, auch aus dem Kreis Euskirchen, höherschlagen. Ein einziges Problem gibt es bei strömendem Regen dann aber doch: die Zelte. Wer bereits am Mittwoch, 3. Juni, anreist, darf sich auf nicht wirklich warme 16 Grad einstellen – Nieselregen möglich. Auch am Feiertags-Donnerstag ist Regen bei 17 Grad möglich.

Am Freitag soll das Nass vom Himmel mit Beginn der Musik auf den Bühnen aufhören. Allerdings soll es nur noch 15 Grad „warm“ werden. Am Samstag wird man – Stand jetzt – nicht an einem Regenponcho vorbeikommen, auch wenn es nicht gerade wie aus Eimern regnen soll. Am Sonntag soll die Sonne rauskommen und gefühlter Hochsommer bei bis zu 20 Grad in der Eifel herrschen.