Tödlicher UnfallFuhr Mechernicher bei Vettweiß falsch herum in Kreisverkehr?

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Die Feuerwehr befreite das Paar, das nach dem Unfall in seinem Campingwagen eingeklemmt war.

Die Feuerwehr befreite das Paar, das nach dem Unfall in seinem Campingwagen eingeklemmt war.

Der 60 Jahre alte Beifahrer eines Campingwagens ist nach einem Frontalzusammenstoß in einem Kreisverkehr gestorben. 

Ums Leben gekommen ist der Beifahrer eines Campingwagens bei einem Unfall in der Nacht zum Samstag an einem Kreisverkehr bei Vettweiß. Die Fahrerin und der mutmaßliche Unfallverursacher, ein 24 Jahre alter Mann aus der Stadt Mechernich, wurden schwer verletzt.

Nach dem bisherigen Erkenntnisstand der Dürener Polizei war der 24-jährige Fahrer eines Audi Kombi gegen 2.20 Uhr auf der L33 von Nideggen in Richtung Müddersheim unterwegs. Aus derzeit noch ungeklärter Ursache war er, so die Polizei, mit „mutmaßlich hoher Geschwindigkeit entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung nach links in den Kreisverkehr eingefahren“. Das Auto prallte dort frontal   mit dem entgegenkommenden Wohnmobil eines Paares zusammen, das in Richtung Nideggen unterwegs war. Die Fahrzeuge wurden durch die Wucht des Zusammenpralls bis auf die Mittelinsel des Kreisverkehrs geschleudert.

Beifahrer des Campingwagens starb an der Unfallstelle

Wie die Polizei weiter berichtet, wurden die drei Insassen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr befreit werden. Der 60 Jahre alte Beifahrer des Wohnmobils kollabierte nach Angaben der Polizei nach der Rettung aus dem Fahrzeugwrack. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Der Audi des Mechernichers wurde bei dem Frontalzusammenstoß im Kreisverkehr zerstört.

Der Audi des Mechernichers wurde bei dem Frontalzusammenstoß im Kreisverkehr zerstört.

Die 61-jährige Fahrerin aus Köln sowie der mutmaßliche Unfallverursacher wurden durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Sie erlitten bei dem Unfall schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Zur Betreuung wurden Notfallseelsorger eingesetzt.

24-Jährigem wurde eine Blutprobe entnommen

Laut Polizei konnte der 24-Jährige am Unfallort weder Angaben zum Geschehen machen noch einen Alkoholtest durchführen. Jedoch haben sich für die Polizei Hinweise auf Alkoholeinwirkung ergeben. Daher wurde dem Mann eine Blutprobe entnommen, deren Ergebnisse laut Polizei jedoch noch nicht vorliegen. Sein Führerschein wurde sichergestellt.

Zur Unfallaufnahme war auf Seiten der Polizei das spezialisierte Verkehrsunfallaufnahme-Team aus Köln im Einsatz. Zusätzlich ordnete die Staatsanwaltschaft eine Rekonstruktion der Geschehnisse durch einen Sachverständigen an. Zudem wurden die beiden Fahrzeuge sichergestellt.

Bis zum Abschluss der Unfallaufnahme blieb der Bereich rund um den Kreisverkehr gesperrt. Bis weit in den Samstagvormittag hinein   wurde der Verkehr abgeleitet. Laut Polizei wurde die Untere Wasserbehörde zur Veranlassung von eventuellen Folgemaßnahmen wegen ins Erdreich gesickerter Betriebsstoffe informiert. Aufgrund des großflächigen Trümmerfelds und der entstandenen Verschmutzungen wurde eine Spezialfirma zur Fahrbahnreinigung herangezogen. (rha)

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