Der Kreis Euskirchen beteiligt sich am bundesweiten Warntag am Donnerstag. Doch wieder bleiben um 11 Uhr einige Sirenen stumm.
Mobiles Gerät im EinsatzBeim Warntag im Kreis Euskirchen heulen nicht alle Sirenen

Im Kreis Euskirchen sollen bald die Sirenen nur noch dem Bevölkerungsschutz dienen. Auf dem Kreishaus ist eine Sirene der Stadt Euskirchen montiert.
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Am Donnerstag, 14. September, ist bundesweiter Warntag. Um 11 Uhr werden auch im Kreis Euskirchen die vorhandenen Warnsysteme getestet: Sirenen zur Bevölkerungswarnung, Warn-Apps und das System „Cell Broadcast“ auf Smartphones.
Gegen 11.45 Uhr erfolgt die Entwarnung über die gleichen Kanäle. Nur beim „Cell Broadcast“ ist derzeit noch keine Entwarnungsnachricht vorgesehen. Alle Sirenen im Kreis werden jedoch nicht heulen. Das Sirenennetz zur Warnung der Bevölkerung befinde sich derzeit noch im Aufbau, sagt Wolfgang Andres, Pressesprecher des Kreises. Die älteren Sirenen können aus technischen Gründen die Warnsignale nicht ausspielen.
Die Kommunen Mechernich, Hellenthal, Nettersheim und Zülpich beteiligten sich im Dezember 2022 nicht am Probealarm, weil die Technik noch fehlte. Beim landesweiten Warntag im März blieben die Sirenen im Mechernicher Stadtgebiet stumm. Nach Informationen dieser Zeitung wird das auch diesmal der Fall sein. Der Grund: veraltete Technik. Diese soll bis Ende 2024 ausgetauscht sein.
Kreis Euskirchen: Warntag soll das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen
„Warntage schaffen in der Bevölkerung ein Bewusstsein, dass es immer wieder zu größeren Störfällen, Großbränden und Unwetterereignissen kommen kann“, sagt Martin Fehrmann, Leiter der Gefahrenabwehr im Kreis Euskirchen.
Zum Schutz und zur frühzeitigen Information sowie zur Warnung der Bevölkerung müssen laut Fehrmann alle Systeme im Warnmix regelmäßig technisch überprüft und in der Bevölkerung publik gemacht werden. Dies erfolge seit drei Jahren über die Warntage mit der Auslösung aller Systeme sowie der begleitenden Information. „Nur wer die Warn- und Sirenensignale kennt, handelt im Notfall richtig“, so Fehrmann.
In Bad Münstereifel kommt eine mobile Sirene zum Einsatz
Am Donnerstag werden alle verfügbaren Systeme um 11 Uhr eingesetzt. Dazu zählt auch wieder die mobile Sirenen-Anlage der Stadt Bad Münstereifel. Die weiße Kugel war beim landesweiten Warntag im März auf einem Feuerwehrfahrzeug befestigt und nach Soller und Hummerzheim gefahren worden. Nun wird sie nach Angaben der Stadt in Kalkar eingesetzt. Zudem werden die digitalen Anzeigen des City-Outlets als Warntafeln zum Einsatz kommen.
Durch „Cell Broadcast“ sei die flächendeckende Warnung der Bevölkerung im Kreis Euskirchen ohne Installation von Zusatzprogrammen und Apps möglich, so Fehrmann.
Derweil schreitet der Ausbau der digitalen Alarmierung der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr im Kreis Euskirchen voran. Fehrmann zufolge werden insgesamt 45 Sendestandorte errichtet. Mit dem Bau der ersten Masten sei bereits begonnen worden.
Im ersten Quartal 2024 soll der Probebetrieb stattfinden. Die Alarmierung der Feuerwehr ausschließlich über die digitalen Funkmeldeempfänger soll erst nach dem erfolgreichen Probebetrieb erfolgen. Bis dahin habe die Sirene weiterhin die Funktion des Warnens, Weckens und des Sensibilisierens für die Bevölkerung sowie des Alarmierens der Einsatzkräfte.


