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ZukunftsdörferBiostation unterstützt bei ökologischen Projekten

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In einem Beet blühen unterschiedliche Stauden, ein Insektenhotel ist aufgestellt.

Nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ökologisch wertvoll ist das Staudenbeet, das im Rahmen des Projektes Zukunftsdörfer in Schmidtheim angelegt worden ist.

Das Leader-Programm Zukunftsdörfer unterstützt Privatleute und Vereine auch bei kleinen Projekten wie Beeten oder Insektenhotels. 

Artenvielfalt im heimischen Garten oder im Beet an der Straße, begrünte Fassaden oder Insektenhotels – es gibt viele Möglichkeiten, einen Schritt zu tun in Richtung Zukunftsdorf. Es muss auch nicht gleich das ganze Dorf mitziehen, um Unterstützung zu bekommen. Das Leader-Programm Zukunftsdörfer – Leader ist ein Förderprojekt der Europäischen Union – gibt Hilfestellung auch bei kleinen Schritten.

Rund 40 Akteure aus dem dörflichen Natur- und Umweltschutz waren zum jüngsten Netzwerktreffen gekommen. Organisatorin Jennifer Thelen von der Biologischen Station im Kreis Euskirchen e.V. stellte dort Fördermöglichkeiten für private Kleinprojekte und Vereine vor. Denn die Biostation berät nicht nur, sondern hilft auch ganz handfest.

Alle Angebote sind kostenfrei

Der Garten soll nicht länger nur dekorativ sein, sondern auch ökologisch wertvoll werden? Jennifer Thelen kommt vorbei, schaut sich die Lage an und gibt Tipps. „Ich habe selbst einen großen Garten, in dem ich vieles ausprobiert habe“, sagt sie. Neben jeder Menge Erfahrung hat sie auch Nisthilfen und Fledermauskästen im Gepäck. Und im besten Fall auch regionales Saat- und Pflanzgut.

Alle Angebote im Rahmen des Projekts Zukunftsdörfer seien kostenfrei, betont die Projektleiterin. Und hat eine Fülle von Beispielen parat, was da so alles auf die Beine gestellt werden kann. Ein Verein wollte in einem Workshop vermitteln, wie man mit der Sense mäht. Die Biostation hatte nicht nur einen Referenten an der Hand, sondern organisierte den Lehrgang auch.

Mit dem Kinderschutzbund in Bad Münstereifel haben wir Nistkästen gebastelt
Jennifer Thelen

Kindertagesstätten oder Schulen, die ihr Außengelände ökologisch wertvoll gestalten wollen, sind beim Projekt Zukunftsdörfer ebenfalls an der richtigen Adresse. „Mit dem Kinderschutzbund in Bad Münstereifel haben wir Nistkästen gebastelt“, erzählt Jennifer Thelen. Dank der praktischen Bausätze ist das auch für Ungeübte kein Problem.

Im Mai wird im Rahmen des Projektes eine Schulung für Leitungen von städtischen Bauhöfen oder Grünflächenämtern angeboten. Schwerpunkte sind Baumpflege und Heckenschnitt. Viele Kommunen, berichtet Thelen, legten auf den Ausgleichsflächen für Bauprojekte Streuobstwiesen an, Doch um die Obstbäume richtig zu pflegen, sei Fachkenntnis nötig.

Ein Schwerpunkt in diesem Jahr sei Wasser, um genau zu sein der Weg zum Schwammdorf. Ein Begriff, der weit weniger geläufig sei als Schwammstadt.Das Ziel ist bei beiden gleich, nämlich dafür zu sorgen, dass Wasser aufgefangen und auf natürliche Weise zurückgehalten wird, um für ein besseres Kleinklima zu sorgen, dennoch: „Man kann das Konzept einer Schwammstadt nicht einfach auf ein Dorf übertragen“, sagt die Fachfrau. Fortbildung ist ein wichtiges Modul des Leader-Projekts.

Angeboten werden beispielsweise Online-Vorträge. Bei denen geht es nicht zwangsläufig um Natur und Umwelt, sondern beispielsweise darum, wie man das Vereinsleben fördern kann, denn auch das ist ein Baustein für ein Zukunftsdorf. Das Projekt, das die Biologischen Stationen der Kreise Düren, Euskirchen und Rhein-Erft umsetzen, läuft bis zum 30. September diesen Jahres. Wer also Ideen hat, kann sich noch bewerben.