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Außergewöhnliches ErbeBergbaumuseum Mechernich: Literatur über die Geschichte des Bergbaus

Bergbaumuseum Mechernich erhält Fachbücher und großformatige Bildtafeln zu Trachten von Berg- und Hüttenleuten aus dem Nachlass eines Juristen. Das Team will alles sichten.

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Literatur über die Geschichte des Bergbaus

Außergewöhnliches Erbe in Voißel

Nina und Dr. Ralph Metternich überlassen dem Bergbaumuseum Mechernich wertvolle Fachliteratur und aufwendig gestaltete Bildtafeln. Das teilt die Stadt Mechernich mit. Die beiden haben demnach in Voißel ein außergewöhnliches Haus mitsamt einer noch außergewöhnlicheren Hinterlassenschaft übernommen: Es gehörte zuvor dem Juristen Hans-Henning Ottermann, der Ende 2021 starb. Mit dem Haus blieb eine mehrere tausend Bände umfassende Bibliothek erhalten: Kunstbände und Literatur, darunter ältere und wertvolle Ausgaben, Heimatliteratur – und ein bemerkenswerter Bestand zur Geschichte von Bergbau, Hüttenwesen und Industrie.

Herkunft des Bestands und besondere Bildtafeln

Gerade dieser Teil ließ Günter Niessen, Vorsitzender des Fördervereins Bergbaumuseum Mechernich, aufhorchen. Seine Herkunft erklärt sich vermutlich aus der Familiengeschichte der früheren Hauseigentümer, so die Vermutung: Ottermanns Vater war nach Angaben der Familie Direktor im Metallhüttenwesen des Ruhrgebiets. Besonders ins Auge fallen großformatige, aufwendig gefertigte Bildtafeln. Sie zeigen historische Trachten und Uniformen von Berg- und Hüttenleuten aus verschiedenen Regionen des deutschen Sprachraums. Es sind nicht bloß dekorative Bilder: Kleidung, Farben, Abzeichen und Ausstattung erzählen von Rang, Tätigkeit, Herkunft und einer jahrhundertealten bergmännischen Standeskultur.

Für Niessen beginnt jetzt die Arbeit. Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Team des Bergbaumuseums will er die Dauerleihgabe Stück für Stück sichten, bestimmen, ordnen und archivieren. Was sich für die Präsentation eignet, soll nach Möglichkeit ausgestellt werden. (thw)