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JugendzeltlagerMechernicher Räuberbanden im Camp St. Agnes

Lesezeit 2 Minuten
Kinder und Jugendliche halten sich bei einem Gottesdienst unter freiem Himmel an den Händen.

Beim Jugendzeltlager bei Dollendorf fand auch der Gottesdienst unter freiem Himmel statt.

Das beliebte Jugendzeltlager der GdG St. Barbara Mechernich fand erstmals seit Corona wieder statt. Diesmal waren Räuberbanden aktiv.

Die erste Sommerferienwoche verbrachten in diesem Jahr wieder 40 Teilnehmer aus dem Raum Mechernich auf dem Jugendzeltplatz Schloßthal bei Dollendorf, in der Nähe jener Burgruine mit dem berühmten, halb abgebrochenen Turm, der im Volksmund „Finger Gottes“ genannt wird.

Es handelte sich um das seit 1995 stattfindende „Camp St. Agnes“ der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Barbara Mechernich. Das Feriencamp war wegen Corona seit 2019 ausgefallen. Davor waren die rund zehn Betreuer und zwischen 30 und 50 Kinder und Jugendlichen jährlich verreist, unter anderem an die Mosel und den Niederrhein, die deutsch-niederländische und deutsch-luxemburgische Grenze sowie in Mechernichs polnische Partnerstadt Skarszewy.

Teilnehmer eines Jugendzeltlagers stehen auf einer Wiese mit weißen Zelten.

Rund 40 Kinder und Jugendliche nahmen am Zeltlager teil und hatten dabei sichtlich ihren Spaß.

Das Zeltlager stand in diesem Jahr unter dem Motto „Räuber“. Josef Holubs Roman „Bonifaz und der Räuber Knapp“, vorgelesen von Holger Stürmer, bildete den roten Faden. Den christlichen Kontrapunkt zum scheinbar verbrecherischen Lagerthema setzten die Pfarrer Hardy Hawinkels und Patrick Mwanguhya mit einem Feldgottesdienst sowie Diakon Manni Lang mit Morgenmeditationen und Abendgebeten.

Beim Gottesdienst Szenen des Evangeliums vorgespielt

Zu Gast war dabei auch die Communio-Schwester Anna Joyce aus Tansania. Sie trommelte sich schon vor der Messe in die Herzen der Lagerteilnehmer. Jungen und Mädchen und auch die erwachsenen Betreuer lernten von ihr afrikanische Gesänge, die im Gottesdienst zum Einsatz kamen. Überhaupt bereiteten die Kinder und Jugendlichen alle Texte, Lieder, Fürbitten, die selbstgebastelten Souvenirs und ein geschauspielertes Evangelium selbst vor.

Ansonsten hatte das Betreuerteam um Anna von Laufenberg, Caroline Tesch, Katja Linden, Steffi Meyer, Peter Heimbach, Andreas Kurth und Fabian Hensch einen Aktionstag, Lagerspiele, Basteleien, eine Nachtwanderung und Mutproben vorbereitet. Die Verpflegung war dank Biggi Züll, Christine Roggendorf und Simone Groß ganz ausgezeichnet.

Abenteuer der ganz besonderen Art hatten die Nachtwachen am Lagerfeuer zu bestehen, weil gleich drei Gruppen in einer Nacht versuchten, die Lagerfahne zu entwenden. Dabei erwies es sich als fatal, „Räuber“ bestehlen zu wollen: Alle drei „Diebesbanden“ aus Bergbuir und Umgebung wurden enttarnt, zwei davon blieben erfolglos, die dritte entwendete zwar die Fahne, ließ sie aber auf der Flucht wieder fahren. (eb)