Die Kreativität der Morreköpp verhalf der Sitzung in Floisdorf erneut zu höchstem Unterhaltungswert.
Karneval als HandarbeitEine kreative Sitzung gab es für die Jecke in Floisdorf

Als Nüll und Nies gehören Marcel Schoddel und Esther Lorbach einfach zu den Morreköpp.
Copyright: Cedric Arndt
Plötzlich wurde es finster im Dorfgemeinschaftsraum. Die Gespräche verstummten. Ein sattes Schnarchen war zu hören. Damit wollten die Akteure auf der Bühne jedoch nicht ihre Langeweile zum Ausdruck bringen, sondern läuteten den nächsten Sketch ein, mit dem die ausgelassene Stimmung ganz fix zurückkehrte.
Marcel Schoddel, bis dahin Sitzungspräsident der Fidele Morreköpp, hatte die kurze Pause genutzt, um aus seinem farbenfrohen Frack in Spitzenhose und Schlafhaube zu schlüpfen. Die KG-Vorsitzende Esther Lorbach war in ein ähnlich gemütliches Kostüm gewechselt. Als Eheleute Nüll und Nies präsentierten sie ein Zwiegespräch, wie es in manchem Schlafzimmer vorkommen mag.
Floisdorfer Geschichten: Was bei Nüll und Nies im Schlafzimmer abgeht
Aufgeschreckt durch ein Geräusch, dass Nies direkt einer Maus zuschreibt, die sich unterm Bett versteckt, zeigt Nüll nur wenig Interesse, den warmen Schlafplatz zu verlassen: „Was soll ich denn jetzt machen? Soll ich die Maus ölen, damit sie aufhört zu quietschen?“ Auch die Beschwerde über sein lautes Schnarchen stört Nüll nicht wirklich: „Schlaf doch einfach, dann hörst du das Schnarchen eh nicht mehr.“

Für die Musik sorgt das Panikorchester unter der Leitung von Guido Esser (l.).
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Wie bei den Morreköpp üblich, denken sie sich nicht nur Nüll und Nies aus. Die überwiegende Mehrheit der Showacts denken sich die Floisdorfer aus und spielen sie selbst. Etwa die Saunagäng, die sich bei „Flosdörp got's talent“ auf die Suche nach ganz besonderen Begabungen im Dorf machte – die jedoch nicht immer so ausfielen, wie es sich die fachkundige Jury vorgestellt hat. Das Stubbidales-Männerballett hingegen und die Tanzgarde der Morreköpp stellten das gesuchte Talent sehr eindrucksvoll unter Beweis.
Lediglich auf die Kleinsten, die an diesem Abend als Schlümpfe verkleidet ihre neue Choreografie vorführen wollten, mussten die Zuschauer verzichten. „Leider hat die Grippewelle um sich geschlagen“, erklärte Sitzungspräsident Marcel Schoddel: „Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und wir dürfen uns auf den Karnevalsfreitag freuen, wenn die Schlümpfe bei der Kinderparty auf der Bühne stehen werden.“
Um den eigenen Akteuren eine Verschnaufpause zu gönnen, durften sich die Organisatoren über die Unterstützung befreundeter Vereine freuen. Von der Showtanzgruppe Limitless bis zur Tanzgarde der Hovener Jungkarnevalisten, die zum ersten Mal in Floisdorf zu Gast war, trugen auch sie ihren Teil zur gelungenen Sitzung bei.

