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Herrlich jeckFastelovends-Kaffeeklatsch der „Jecken Wiever“ aus Antweiler ist Karneval pur

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Das Bild zeigt eine Gruppe auf der Bühne. Sie ist so bunt verkleidet wie der Regenbogen.

Im Zeichen der Vielfalt eröffneten die Jecken Wiewer ihren Fastelovends-Kaffeeklatsch in allen Farben des Regenbogens.

Bunte Kostüme, Musikklassiker und skurrile Szenen: Die „Jecken Wiever“ begeistern beim Kaffeeklatsch in Antweiler mit Humor und Charme.

Karneval ist eine Zeit ausgelassener Stimmung und bunter Kostüme. Dabei bildeten auch die „Jecken Wiever“ aus Antweiler bei ihrem Fastelovends-Kaffeeklatsch keine Ausnahme. Mit passenden Musikstücken wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Rot sind die Rosen“ und in alle Farben des Regenbogens gekleidet, eröffneten sie am Samstagnachmittag ihre beliebte Damensitzung.

„Wir wollten gleich zu Beginn ein Zeichen für die Vielfalt setzen, dafür ist der Karneval einfach großartig geeignet“, betonte Christine Buderath. Diese Ansicht teilten auch die zahlreichen Besucherinnen, die im Takt klatschend bei den Liedklassikern der vergangenen Jahrzehnte mit einstimmt.

Abwechslungsreiches Programm erneut selbst erdacht und umgesetzt

Wie für die „Jecken Wiever“ üblich, hatten sie ihr abwechslungsreiches Bühnenprogramm erneut selbst erdacht und umgesetzt. Zwar erhielten sie zwischenzeitlich Unterstützung durch Gruppen wie die „Diamond Dancer“, bei denen der Nachwuchs der umliegenden Dörfer sein tänzerisches Talent unter Beweis stellen konnte, doch diese kurzen Verschnaufpausen dienten meist nur dazu, ohne Wartezeit für das Publikum zwischen den Sketchen in neue Kostüme schlüpfen zu können. „Sobald Weihnachten vorbei ist, treffen wir uns regelmäßig in kleinen Gruppen, um unsere Auftritte zu planen und zu üben“, so Christine Buderath.

„Die einzelnen Gruppen wissen dabei meist nicht, was die anderen machen, und so ist die Generalprobe einen Tag vor der Sitzung auch für uns immer eine große Überraschung.“

Das Bild zeigt ein jeckes Duo auf der Bühne in Antweiler.

Gitarre und Cowboyhut statt Wischmopp und Schürze sollten den beiden selbsternannten Putzteufeln bei ihrer Männersuche helfen.

Trotz des selbst auferlegten Drucks, jedes Jahr neue kreative Ideen präsentieren zu wollen, stand auch am Samstagnachmittag die Freude am gemeinsamen Spiel für alle sichtbar im Vordergrund. Ob beim bereits traditionellen Dorfverzäll, bei dem sich Antweiler und Wachendorf augenzwinkernd duellierten, oder bei der Suche der beiden „Putzteufel“ nach einem geeigneten Mann – die gute Laune der Akteurinnen auf der Bühne sprang schnell auf die Zuschauerinnen über.

Lauthals über die herrschende Unordnung meckernd, wirbelten Anita Peiner und Ruth Lanzerath mit Staubwedeln durch die Sitzreihen, bevor sie sich schließlich dem für sie drängenden Problem der Partnersuche widmeten.

Herrlich chaotisch und im stetigen Austausch mit dem Publikum

Schnell kamen sie dabei zu dem Schluss, dass Wischmopp und Schürze nur wenig Aussicht auf Erfolg versprechen, und griffen auf die modernen Möglichkeiten der Technik zurück. Doch auch bei den Dating-Portalen wollten sie auf Nummer sicher gehen und priesen sich selbst als „Chantalle23“ und „Denise die Elfenkönigin“ an, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu erregen.

Herrlich chaotisch und stets im direkten Austausch mit ihrem Publikum stürzten sich die „Jecken Wiever“ von einer skurrilen Situation in die nächste. Zwischen Regen, Mückenplagen und Dosenfutter bei einem Ausflug an den Freilinger See und einem Spontantrip nach Mallorca verwandelte sich selbst ein einfacher Campingurlaub in eine mit unzähligen Tücken versehene Irrfahrt.

Dabei ließen sich die Hobbyschauspielerinnen auch nicht von technischen Problemen aus der Ruhe bringen. Sobald das Mikrofon zu rauschen begann, dichteten sie spontan eine dicke Hummel in ihre Erzählung, die um die Köpfe der Akteurinnen herumschwirrte. „Bei den Proben und auch auf der Bühne haben wir zusammen einfach unglaublich viel Spaß“, freute sich Christine Buderath. „Wenn wir diese Freude dem Publikum mitgeben können, haben wir alles richtig gemacht.“