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Mechernicher GärtnereiFamilie Frings Gärtnerei ist ein Mekka für Fans von Chili und Tomate

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Mechernich-Floisdorf – Ihre Namen sind genauso bunt schillernd wie ihr Farben. Sie heißen Noire de Crimée, Costoluto Genovese, Indigo Blue Beauty oder Artisan Blush Tiger und sie alle haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind Tomaten und in dieser Zusammenstellung und Vielfalt in Deutschland wohl nur in der Gärtnerei Frings in Floisdorf zu finden.

Am Samstag feierte der Betrieb sein Chili- und Tomatenfest, das auch bei seiner zweiten Auflage zum Mekka zahlreicher Tomatenfreunde wurde. Teilweise von weither reisten die Fans des vielseitigen Gemüses nach Floisdorf. Für alle Freunde der fleischfreien Ernährung sowie von Tomate und Chili bietet die Gärtnerei in Floisdorf noch den Vorteil, dass sie ihre Waren komplett biologisch erzeugt.

„Das müsste noch viel bekannter werden“, waren sich Werner Müller aus Alfter und Harald Schüttelhofer, die sich hier im Zeichen der Tomate trafen, in ihrer Begeisterung einig. „Das ist eine der besten Firmen!“

Tomaten und Chilis statt Blumen und Stauden

Dabei ist die Gärtnerei Frings noch gar nicht so lange in dem Segment tätig. Die Idee, sich von dem unsicheren Geschäft mit Zierpflanzen zu verabschieden, war bei Inhaber Theo Frings schon länger gereift. Doch erst vor drei Jahren versuchten er und seine Frau, statt Blumen und Stauden, Tomaten und Chilis anzupflanzen. „Es war für uns vollkommen klar, dass das auch biologisch sein sollte“, erzählte Ingrid Frings, die mit ihrem Mann Theo den Betrieb führt.

Vor drei Jahren stellte der Betrieb um. Damals hatte das kalte Frühjahr ein riesiges Loch in die Firmenkasse gerissen, da die Kunden keine Pflanzen für den Garten nachfragten. Frings nahm die Gelegenheit wahr, einen ersten Versuch mit Tomaten zu wagen, der auch von der Kundschaft begeistert angenommen wurde.

Von Arbeitserleichterung kann das Ehepaar Frings allerdings nicht berichten. „Das alles hier ist sehr arbeitsintensiv“, so Ingrid Frings. Denn die meterhoch rankenden Tomatenpflanzen haben in den auf Zierpflanzen eingerichteten Gewächshäusern kaum Platz zum Wachsen. Deshalb werden sie seitwärts geflochten und in Schräglage angebaut. Das hat Vorteile: „Wir brauchen keine Leiter oder Gabelstapler, um zu ernten“, meinte Frings.

30 verschiedene Sorten bauen die Floisdorfer Gärtner in ihren Gewächshäusern an, viele davon sind exklusiv nur hier zu bekommen. Es sind Sorten von englischen Züchtern, die auf eine besondere geschmackliche Vielfalt Wert legen.

Tomatenfreunde können sich hier im Frühjahr auch mit Jungpflanzen eindecken, wie es zum Beispiel Werner Müller regelmäßig tut. „18 Pflanzen habe ich und kann auch die Nachbarschaft noch versorgen“, erzählte er. Besonders liebt er auch die Chilis aus dem Angebot des Ehepaars Frings, die in allen möglichen Schärfegraden daherkommen. „Wenn Sie diese Tomaten probiert haben, dann hat sich der Supermarkt erledigt“, schwärmte Harald Schüttelhofer.

Auch die Profis stimmen in den Lobgesang ein. Natalie Frößler, Köchin im Sternelokal „Landlust“ in der Burg Flamersheim, bot am Samstag aus einem Küchenlaster heraus bunten Tomatensalat und Chili con Carne aus Frings’schen Produkten an.

„Wir verwenden in unserer Küche die Tomaten und besonders die Chili“, erzählte sie. Neben dem einzigartigen Aroma überzeuge die Küchenprofis, dass sie auf dem Hof verschiedene Reifegrade erwerben können. Frößler: „Und wir lieben es mit den unterschiedlichen Sorten zu experimentieren.“