Jecke Corona-Idee bleibtAuch ohne Pandemie schmücken die Nettersheimer ihre Vorgärten

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Eine Gruppe Karnevalisten steht mit dem Nettersheimer Bürgermeister vor dem Rathaus.

Den Busch vor dem Rathaus in Zingsheim schmückten die Karnevalisten aus der Gemeinde.

Luftballons und andere Dekoartikel verteilen die Karnevalisten in der Gemeinde Nettersheim, damit die Vorgärten bunt geschmückt werden.

Den Baum zu schmücken, gehört eigentlich mehr zu den   Vorbereitungen des Weihnachtsfestes. In Nettersheim wird diese Tradition nun auch auf die Karnevalstage erweitert. Mit der zweiten Ausführung stehen die „Jecken Bömsche“ nun selbst kurz vor der Übernahme in das offizielle Brauchtum.

Damit könnte einem Relikt aus der Corona-Zeit ein längeres Leben als der Maskenpflicht beschieden sein. Vor einem Jahr, als rheinlandweit der Karneval abgesagt worden war, hatten die Vereine aus der Gemeinde Nettersheim den Entschluss gefasst, dass die Karnevalstage doch nicht ganz unbeachtet vorbeigehen sollten. Die Idee war, dass in allen Orten Bürger in den Vorgärten Bäume und Sträucher bunt und karnevalistisch schmücken sollten. Dazu wurden von den Vereinen Dekopakete an die Haushalte verteilt.

Hödche-Chefin testet die Schere am Schlips vom Bürgermeister

Allen voran beteiligte sich die Verwaltung an der Aktion, auch in diesem Jahr ging der Bürgermeister mit gutem Beispiel voran. Von den Vertretern der Löstige Höndche aus Nettersheim, Löstig Jonge aus Marmagen, Klevbotze aus Zingsheim, der Jecken Ehrengarde Tondorf und dem Karnevalsverein Engelgau wurde der große Busch neben dem Haupteingang des Rathauses mit bunten Bändern und Ballons geschmückt. „Wir haben das im letzten Jahr als Zeichen gemacht, dass die Vereine trotz der Pandemie am Start sind.

Das gemeinschaftliche Einläuten des Karnevals hat uns so gut gefallen, das wir gesagt haben: Das machen wir dieses Jahr wieder“, sagte Bürgermeister Norbert Crump. Wieder waren von den Karnevalsvereinen Pakete mit Luftballons und Dekomaterialien an die Haushalte in der Gemeinde verteilt worden, damit jeder ein wenig Karneval in seinen Vorgarten bringen kann.

Das Gemeindeoberhaupt hatte während der Schmück-Aktion am Rathaus noch einen persönlichen Verlust zu beklagen: Miriam Krüger, die   Vorsitzende der Nettersheimer Löstige Höndche, testete, ob ihre Schere für Weiberfastnacht auch ordentlich geschärft sei. Mit einem entschlossenen Schnitt kürzte sie den Schlips des Bürgermeisters erfolgreich ein und zeigte sich damit gerüstet für die tollen Tage.

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