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TrendsportEin Hauch Londoner „Ally Pally“ wehte beim Eifel-Dart durchs Bürgerhaus Herhahn

Lesezeit 3 Minuten
Ein junger Mann wirft einen Pfeil in Richtung Dartscheibe.

Auch das Publikum konnte seine Fähigkeiten an den bereitgestellten Boards unter Beweis stellen und sich für den Wettbewerb warmspielen.

Wegen des rasanten Anstiegs der Teilnehmerzahl verlegte der Junggesellenverein die Stadtmeisterschaft im Dart von Schleiden nach Herhahn.

Der Ort war ein anderer, die Zahl der Teilnehmer größer, doch das Konzept war geblieben: Die Faszination des Steeldarts und die einmalige Stimmung aus dem legendären Hotspot der Trendsportart, dem liebevoll zu „Ally Pally“ verkürzten Alexandra Palace in London, in die Eifel zu transferieren – das war das Ziel des Junggesellenvereins (JGV) Olef, der die Schleidener Stadtmeisterschaft bereits zum dritten Mal ausrichtete.

Auf satte 180 Dartspieler war das Teilnehmerfeld vergrößert worden, sodass auch der Spielplan erweitert werden musste. Zwei Wochenenden lang dominierten die Dartbretter das Geschehen im Bürgerhaus Herhahn. Denn durch die Ausweitung der Teilnehmerzahl musste auch der bisherige Veranstaltungsort, das Restaurant Mayer's in Schleiden, verlassen werden.  

Wir hatten eine Stunde nach Beginn der Anmeldungen bereits 100 Zusagen.
Nils Griskewitz, Junggesellenverein Olef

„Hier im Bürgerhaus ist einfach mehr Platz, um die Dartbretter aufzubauen“, sagte Nils Griskewitz vom JGV. Auch könne die Bewirtung der Gäste durch den Verein erfolgen. Doch dafür verfügen auch die Olefer Junggesellen nicht über genug Manpower. Bis zu 40 Helfer waren im Einsatz, um die Veranstaltung reibungslos über die Bühne zu bringen. „Wir haben bei den anderen Vereinen im Ort um Unterstützung gebeten“, so Griskewitz.

Der Ansturm sei gewaltig gewesen. „Wir hatten eine Stunde nach Beginn der Anmeldungen bereits 100 Zusagen“, sagte er. Nach zwei Wochen, als mittlerweile 240 Meldungen vorlagen, seien die Liste geschlossen und die überzähligen Teilnehmer auf die Warteliste gesetzt worden. Es gebe viele „Wiederholungstäter“, aber durch die Vergrößerung des Teilnehmerfeldes seien auch viele neue Spieler dazugekommen.

Bühnennebel und Einmarschmusik erinnerten an Dart-WM in London

In neun Gruppen mussten die Dartspieler in der Vorrunde, die vor zehn Tagen durchgeführt wurde, gegeneinander antreten. Die 64 besten Spieler qualifizierten sich dann für die Hauptrunde, die am Samstag stattfand. Hier verlagerte sich das Geschehen aus dem Saal auf die Hauptbühne.

Mit Bühnennebel und Einmarschmusik kamen die Spieler der einzelnen Begegnungen ganz nach dem Vorbild der Dart-WM, die auch immer ein Showereignis ist, an den Spielort, bevor sie mit den rund 25 Gramm schweren und bis zu 30 Zentimeter langen Pfeilen auf die runde Dartscheibe zielten.

Stimmung vor den Scheiben und im Publikum

Traditionell beschränkt sich das Spektakel beim Dart nicht nur auf die Bühne, sondern erfasst auch den Zuschauerraum. „Wir hatten den Dartclub Kall zu Gast, der mächtig Stimmung gemacht hat“, freute sich Griskewitz über die Unterstützung. Wenn der Kaller Verein im Saal Gier im April sein Dartturnier „Kally Pally“ veranstalte , sei der Gegenbesuch geplant.

Im Finale setzte sich der 16-jährige Leon Ebmeier aus Urft gegen den Vorjahressieger Patrick Neufend aus Mechernich mit 3:2 durch. Den dritten Platz belegte Mark Strack aus Mechernich, der das kleine Finale gegen Oliver Strick vom Dartsclub Kall mit 2:0 gewinnen konnte. Bei der anschließenden Party feierten Spieler und Veranstalter bis tief in die Nacht.

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