Der 45-Jährige rief am Sonntagabend selbst die Polizei. Die Beamten fanden in seiner Wohnung seine tote Lebensgefährtin.
Mordkommission ermittelt45-jähriger Mann soll Lebensgefährtin in Euskirchen erstochen haben

Ermittlungen nach Tötungsdelikt in Euskirchen. (Symbolfoto)
Copyright: picture alliance/dpa
Die Bonner Polizei und die Staatsanwaltschaft Bonn haben in der Nacht auf Montag (3. August) die Ermittlungen zu einem Tötungsdelikt in Euskirchen aufgenommen. Ein 45-jähriger Mann hatte am Sonntagabend (2. August) selbst einen Notruf abgesetzt.
Mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizei Euskirchen trafen in der Wohnung des Mannes auf den schwer verletzten Anrufer und eine leblose 46-jährige Frau. Die alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Eine Mordkommission der Bonner Polizei hat in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bonn die Ermittlungen aufgenommen.
Mordkommission ermittelt – Mann im Krankenhaus
Nach bisherigem Ermittlungsstand soll der Mann seine Lebensgefährtin mit einem Messer angegriffen und sich anschließend selbst verletzt haben. Die mutmaßliche Tatwaffe sei in der Wohnung, die sich in einem Mehrfamilienhaus am Rande der Innenstadt befindet, sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Bonner Polizei. Ob sich die Getötete dauerhaft bei dem 45-Jährigen aufgehalten hatte oder dort nur zu Besuch war, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen, so der Sprecher weiter.
Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und zur intensivmedizinischen Betreuung in ein Krankenhaus gebracht, wo er nun von der Polizei bewacht wird. Der Mann sei zwar nicht lebensgefährlich, aber schwer verletzt, weshalb bislang noch keine Befragung möglich gewesen sei, so der Sprecher der Polizei Bonn. Deshalb gebe es auch noch keine Hinweise zu einem möglichen Tatmotiv.
Da der Mann erst nach Mitternacht festgenommen wurde, muss er heute noch nicht dem Haftrichter vorgeführt werden. „Es ist von seinem Gesundheitszustand abhängig, ob er zur weiteren Behandlung im Krankenhaus bleibt oder in ein Vollzugskrankenhaus verlegt wird“, so der Polizeisprecher weiter.
