Euskirchen-Kuchenheim – Der Euskirchener Regionalverband des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) hat eine neue Vorsitzende. Octavia Zanger, bis zu ihrer Pensionierung vor zwei Jahren Landeskonservatorin beim Amt für Denkmalpflege, löste am Donnerstag Robert von Bemberg ab. Er gehe auf die 70 zu und wolle das Amt nicht weiterführen, sagte er in der Mitgliederversammlung im LVR-Museum Kuchenheim.
Zum neuen Vorstand gehören auch Günter Kaiser, Angelika Kalscheuer, Annette Grundmeier und Hans-Helmut Wiskirchen. Den Beirat bilden Robert von Bemberg, Dr. Antonius Jürgens, Wolfgang Doppelfeld, Helmut Limper und Leo Lennartz.
Spannungsfeld zwischen Denkmälern und Windkraftanlagen
Von Bemberg hatte vor den Wahlen über die Aktionen des Regionalverbandes seit der Gründung vor zwei Jahren berichtet. Unter anderem befasste man sich mit dem Spannungsfeld zwischen Denkmälern und Windkraftanlagen. Hinzu kamen Vorträge und Exkursionen. Octavia Zanger sagte, auch im Hauptverband seien Windparks ein großes Thema. Derzeit werde dazu ein Positionspapier erarbeitet. „Die Kulturlandschaft kann durch die Konzentration großen Schaden nehmen“, sagte die Münstereifelerin. Der Regionalverband fordere daher die Kommunen im Kreis zur Zusammenarbeit auf, um optimale Standorte für Windkrafträder zu finden.
Zanger arbeitet auch an einem Handbuch für Ehrenamtliche im Denkmalschutz mit. Darin werden unter anderem Gruppen vorgestellt, die sich um Denkmäler im Kreis kümmern. Die Vorsitzende will den Ausbau des Regionalverbandes forcieren. Ein weiteres Ziel sind Kooperationen mit anderen Vereinen, etwa dem Geschichtsverein des Kreises Euskirchen. Auch eigene Projekte könne man in Angriff nehmen, zum Beispiel zum Thema historische Gärten an Schlössern und Burgen.
Nach der Versammlung referierte der Kuchenheimer Museumsleiter Detlef Stender über die Entwicklung der Wolltuch-Industrie in der Euregio Maas-Rhein.
