Euskirchen – Jeden Donnerstag bietet die evangelische Kirchengemeinde ein kostenloses, warmes Mittagessen für bedürftige Menschen an. Suppenkirche nennt sich das Angebot, das Anfang dieses Jahres ins Leben gerufen wurde. Der Bedarf dafür ist groß, das zeigt Woche für Woche der Zulauf.
„Im Moment rechnen wir jeden Donnerstag mit 90 Portionen“, sagte Corinna Raitz von Frentz, die die Suppenkirche koordiniert. Die Besucher können ab 11 Uhr in den evangelischen Gemeindesaal kommen und einen Kaffee trinken. Um 12 Uhr werden sie offiziell begrüßt und dann wird das Essen ausgegeben. In dieser Zeit stehen Seelsorger bereit, falls jemand Gesprächsbedarf hat.
„Es kommen auch Menschen zu uns, die sich das Essen vielleicht leisten können, aber einsam sind“, so Raitz von Frentz.
Helfer gesucht
Das Angebot funktioniert, weil ein Team von Ehrenamtlern dafür sorgt, dass jede Woche genug warmes Essen da ist für die Gäste. Fünf Teams, die aus jeweils neun Helferinnen und Helfern bestehen, arbeiten in der Suppenkirche mit.
Einmal im Monat trifft man sich zur Teambesprechung und plant das Essen für die kommenden vier Donnerstage.
Da es eine Fluktuation bei der großen Anzahl von Ehrenamtlichen gibt, sucht die Suppenkirche auch weiterhin fleißige Helfer. Die Teams teilen sich in drei Gruppen auf: Es gibt den Koch, der das Essen plant und zubereitet, die helfenden Hände, die in der Küche mit anpacken und schließlich das Saalteam, das für die Ausgabe verantwortlich ist. Vom zuständigen Koch hängt jeden Donnerstag natürlich viel ab.
„Wenn der Koch einmal ausfällt, herrscht schnell Chaos“, so Raitz von Frentz. Deshalb sucht die Suppenkirche besonders in diesem Bereich fähige Verstärkung. Die Aufgabe des ehrenamtlichen Küchenchefs im jeweils aktiven Team ist es, das Essen zu planen, möglichst günstig einzukaufen – dafür kooperiert die Suppenkirche auch mit der Tafel – und das Essen zuzubereiten.
Eingekauft und vorbereitet wird am Mittwoch, der Startschuss für das Kochen fällt am Donnerstag um 8 Uhr. Daher hat der Koch ausreichend Zeit, das Essen zuzubereiten, was anschließend serviert wird. Da es mehrere Teams gibt, sind die Ehrenamtler nur einmal im Monat an der Reihe.
Zwar sind sie dabei nicht für die Seelsorge zuständig, offen für ein Gespräch und den Kontakt mit bedürftigen Menschen sollten sie aber dennoch sein. „Sie sollten da keine Hemmschwelle haben“, erklärte Raitz von Frentz.
Wer Interesse hat, in der Suppenkirche mitzuarbeiten, sollte sich an das Forum Ehrenamt in der Euskirchener Region wenden. Feder stellt dann den Kontakt zur evangelischen Gemeinde her und vermittelt die Ehrenamtler.