Umfassend modernisiertSportanlage Im Auel in Euskirchen soll im November fertig sein

3 min
Das Luftbild zeigt die Anlage mit drei Kunstrasenfußballfeldern, mehreren Gebäuden und einem Beachvolleyballplatz.

Die Sportanlage Im Auel ist fast fertig. Die JSG Erft 01 Euskirchen wird dort künftig trainieren und ihre Heimspiele austragen.

Im Auel in Euskirchen gibt es Kunstrasenplätze, eine Kalthalle und ein Volleyballfeld. Die Wiedereröffnung will die Stadt als Sportfest feiern.

In rund zwei Monaten soll in der Sportanlage Im Auel in Euskirchen wieder der Ball rollen. Im Oktober 2025 hatte dort ein umfangreicher Umbau begonnen, der einer Rundumerneuerung gleichkommt. Die Wiedereröffnung plant die Stadt für November, wie Bürgermeister Sacha Reichelt (CDU) jetzt bei einem Rundgang berichtete.

Vor Jahren hatten Politik und Verwaltung den Plan verfolgt, den Auel als Sportgelände aufzugeben und durch eine neue Anlage an der Kirschenallee zwischen Südstadt und der Siedlung Euskirchener Heide zu ersetzen. Doch 2022 verabschiedete sich der Ausschuss für Kultur, Freizeit und Sport von dieser Idee. Gleichzeitig beschloss das Gremium, den Auel zu modernisieren.

Auch der Hauptplatz hat jetzt eine Flutlichtanlage

Die beiden Fußballfelder haben ihren Standort behalten. Auf dem Hauptplatz, der früher einen Naturrasen hatte, liegt nun Kunstrasen. Dies gilt auch für den ehemaligen Aschenplatz. Die Stehstufenanlage am Hauptplatz ist erneuert worden, die Laufbahn erhält einen Tartanbelag. Beide Plätze verfügen künftig über Flutlicht. Für den Hauptplatz, der früher abends nicht genutzt werden konnte, ist das eine Premiere.

Im Süden des Geländes schließt sich ein Fußball-Kleinspielfeld an, ebenfalls mit Kunstrasen. Insgesamt also viel Platz für die JSG Erft 01 Euskirchen und ihre zahlreichen Mannschaften, die den Auel künftig für den Trainings- und Spielbetrieb nutzen werden. Neben dem Kleinspielfeld liegt ein Beachvolleyballplatz. „Hier sind auch andere Sportarten denkbar, die auf Sand betrieben werden“, sagt Sacha Reichelt. Die Gesamtfläche umfasst nach seinen Angaben rund 55.000 Quadratmeter. Davon sind 28.000 Quadratmeter reine Sportflächen.

Sacha Reichelt stützt sich auf einen blauen Behälter. Im Hintergrund steht das neue Umkleidegebäude.

Bürgermeister Sacha Reichelt steht in der Kalthalle, in der noch Baumaterial lagert.

Ein Mann fährt mit einer Walze über die Fläche nehmen dem Fußballfeld.

Diese Woche liefen in der Sportanlage Asphaltierungsarbeiten.

Neu ist eine asphaltierte Inline-Skater- und Rollatorbahn, die um die beiden großen Fußballplätze verläuft. „Rollatorbahn deshalb, weil wir auch ein Angebot für Menschen schaffen möchten, die sich im Alter noch mit Bewegung fit halten wollen“, erklärt der Bürgermeister.

Die alten Umkleiden am Eingang an der Straße Im Auel waren schon vor Jahren abgebrochen worden. An ihrer Stelle stehen nun zwei Garagen, die als Lagerräume für Pflegegeräte dienen. Das neue Umkleidegebäude liegt zwischen den beiden großen Sportplätzen. Mit sechs Kabinen samt Duschen ist es deutlich größer als der Vorgängerbau.

Auel in Euskirchen soll eine Anlage für den Breitensport sein

Es beherbergt außerdem Lagerflächen sowie einen Aufenthaltsraum mit Panoramafenster zum Hauptfußballplatz hin. „Dort ist auch eine Bewirtung möglich. Es handelt sich aber nicht um eine Feierstätte oder gar ein Restaurant“, betont Reichelt.

Neben dem Umkleidegebäude steht eine an den Seiten offene Kalthalle, wie man sie vom Gelände des Gymnasiums Marienschule kennt. Die überwiegend aus Holz gebaute Multifunktionshalle ermöglicht unter ihrem Kunststoffdach auf 43 mal 25 Metern fast das ganze Jahr über Sport an der frischen Luft. Reichelt nennt als Beispiele Handball, Basketball und Tennis. Er unterstreicht, dass der Auel eine Anlage für den Breitensport sein soll. Dies werde sich in der Eröffnung widerspiegeln: Man plane nicht etwa ein Prominentenfußballspiel, sondern ein Programm für jedermann, in das zudem städtische Schulen eingebunden werden sollen.

„Hier entsteht ein Schmuckstück“, sagt Reichelt. Die prognostizierten Gesamtkosten belaufen sich auf 7,2 Millionen Euro netto. Einen Teil davon deckt die Stadt mit Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds ab.

„Ich bin froh“, so Reichelt weiter, „dass wir beschlossen haben, die Anlage an Ort und Stelle zu lassen. Sport muss im Bewusstsein der Menschen bleiben. Deshalb ist es wichtig, Angebote zu schaffen, die leicht zu erreichen sind. An der Kirschenallee wäre das nicht so einfach gewesen.“ Auch aus klimapolitischer Sicht sei die Entscheidung gut. Nach dem Konzept, das später verworfen wurde, wäre aus dem Areal ein Wohngebiet geworden. Reichelt: „Das hätte eine zusätzliche Versiegelung bedeutet und den Verlust einer Frischluftschneise.“