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StadtratNutzungsgebühren für Sportstätten in Euskirchen steigen

Eine geplante Erhöhung der Sportlerpauschale, die Vereine an die Stadt zu entrichten haben, wurde vom Stadtrat vorerst nicht beschlossen.

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Sefer Hoxhaj schießt einen Freistoß in der Partie zwischen dem ETSC und Inter Euskirchen.

Die Gebühren für die Nutzung eines Euskirchener Sportplatzes, hier der Kunstrasenplatz am Heinz-Flohe-Stadion in der Partie zwischen den beiden Kreisstadt-Vereinen ETSC und Inter, werden steigen.

Für Anne Decker war es an Zynismus kaum zu überbieten: Das Ratsmitglied der Fraktion von Die Linke äußerte scharfe Kritik an der Erhöhung der Sportlerpauschale, die Vereine künftig in Euskirchen zahlen sollen, während in der gleichen Ratssitzung über ein mehr als zwölf Millionen Euro teures Projekt wie die Plaza City-Süd diskutiert wurde. Ihre Fraktion stimmte dann auch als einzige gegen die „Anpassung der Richtlinien zur Nutzung der städtischen Sportanlagen“, wie der Tagesordnungspunkt im Verwaltungsdeutsch lautete.

2018 wurden diese Richtlinien zuletzt angepasst. Der allgemeine Verbraucherpreisindex, der die durchschnittliche Preisentwicklung von Waren und Dienstleistungen misst und ein wichtiger Indikator für die Inflation ist, ist seit diesem Zeitraum um 28,2 Prozent gestiegen, so die Stadt in ihrer Vorlage. Nun, kurz vor der Fertigstellung der Sportanlage im Auel, müsse die Anpassung erfolgen.

In ihrer Gesamtheit, so teilt es die Stadt mit, würden sich die Preise um 25 Prozent erhöhen, lägen also niedriger als der Verbraucherpreisindex. So kostet die Nutzung einer Sporthalle 50 Euro (bisher 40), einer Turnhalle 15 Euro (bisher 10) und von Sportplätzen 20 Euro (bisher 15) stündlich. Ausnahmen sind die Sportplätze am Heinz-Flohe-Stadion und im Auel, deren Nutzung 70 Euro (bisher 60 Euro im Stadion) kostet. Werden zwei Sportplätze an einem der Orte vom gleichen Veranstalter genutzt, beträgt die Pauschale 100 Euro (bisher 90 Euro im Stadion). Bei Nutzung aller drei Sportplätze im Auel gleichzeitig werden 120 Euro fällig. Weitere Stundenpreise im Auel: Beachvolleyball 10 Euro, Freilufthalle 25 Euro, Speed-Laufbahn 1 Euro.

Auch über eine Erhöhung der Sportlerpauschale wurde im Stadtrat gesprochen. Von 7,20 auf 8,40 Euro pro Jahr und Mitglied sollte diese von den Vereinen zu entrichtende Gebühr ab dem 1. Januar 2027 ansteigen. Allerdings einigte sich die Politik darauf, zuerst noch einmal das Gespräch mit den Klubs zu suchen und diesen Teilaspekt zu vertagen. Frühestens zum 1. Januar 2028, wenn überhaupt, solle die Sportlerpausche steigen, teilte Bürgermeister Sacha Reichelt (CDU) mit.


In der Ursprungsnachricht, die am Dienstag in der gedruckten Zeitung erschien, ist uns ein bedauerlicher Fehler unterlaufen. Der Originalabsatz lautete: Ab 1. Januar 2027 wird auch die Sportlerpauschale für Vereine steigen. Auch diese wurde zuletzt im Jahr 2018 angepasst. Die Pauschale steigt pro Mitglied um zehn Cent pro Monat, also um 1,20 Euro im Jahr – von 7,20 auf 8,40 Euro. Dies entspreche einem Anstieg um 16,8 Prozent, was ebenfalls deutlich unter den 28,2 Prozent aus dem Verbraucherpreisindex liege. Hier weist die Stadt darauf hin, dass eine Erhöhung der Sportlerpauschale auf eine Summe zwischen 8,86 und 9,14 Euro deshalb durchaus denkbar gewesen wäre.