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Senioren befragtSitzgelegenheiten im Euskirchener Klostergarten sollen barrierefrei sein

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Das Bild zeigt einige Senioren, die um einen Tisch herumstehen und Ideen sammeln.

Die Wünsche der Euskirchener Senioren für den Klostergarten wurden nun gesammelt.

Senioren äußern ihre Ideen und Wünsche für die Gestaltung des Klostergartens in Euskirchen. Schüler werden auch noch befragt.

Geht es nach der Stadtverwaltung – und nach den Euskirchener Senioren –, wird der Klostergarten zu einem Multigenerationentreffpunkt in der Innenstadt: inklusive Naherholung, Kultur und Social Networking. Wie das Areal zwischen Hochstraße und Kinocenter, auf dem bis vor zwei Jahren noch das City-Forum stand, künftig genutzt werden soll, will die Stadt derzeit mit einem Reallabor herausfinden.

Euskirchener können in Workshops und Online-Befragungen ihre Ideen für den Klostergarten einbringen. Die Stadt will anschließend mithilfe dieser Wünsche und Anregungen ein Konzept für die künftige Nutzung des „Central Park“ hinter dem C&A erstellen, das politisch verabschiedet werden muss.

Euskirchener können und sollen ihre Wünsche äußern

Den ersten Bürgerworkshop hatten die Stadtplaner am vergangenen Freitag durchgeführt, nun stand der zweite auf dem Programm. Diesmal waren gezielt Senioren eingeladen, in den Klostergarten zu kommen und ihre Wünsche, Bedenken und Anregungen zu äußern. Und das taten sie.

Der Klostergarten solle zu einem Zielort werden, stand auf einem bunten Klebezettel. Bisher gehe man in die Stadt, um den Klostergarten mache man jedoch eher einen Bogen. Das müsse sich ändern. In der Wahrnehmung der Euskirchener solle der Bereich zu einem gern genutzten Aufenthaltsraum werden. „Gerne mit einem Wasserspielplatz, gerne mit einer kleinen Bühne, auf der Kulturveranstaltungen stattfinden können“, sagte eine Euskirchenerin.

Viele Senioren hatten schon schlechte Erfahrungen mit dem Klostergarten

Wichtig sei jedoch, dass die Bühne nicht zu viel Raum einnehme. „Klein, aber fein“, führte sie am Donnerstagvormittag aus. In einer Fragerunde wurde deutlich, dass einige Senioren bereits negative Erfahrungen mit dem Klostergarten gemacht haben – vor allem zu der Zeit, als er noch viele dunkle Ecken hatte. Zugleich zeigte sich: Die Senioren halten sich grundsätzlich gerne in Euskirchen und insbesondere in der Innenstadt auf. Der künftige Klostergarten solle daher eng mit der Innenstadt verknüpft sein.

Die Sitz- und Aufenthaltsgelegenheiten, die sich aktuell im Park befinden, kommen bei vielen gut an und werden rege genutzt. Allerdings gibt es insbesondere bei den Holzmöbeln auch Bedenken – vor allem hinsichtlich der Barrierefreiheit. „Wenn ich mich da einmal reingesetzt oder hingelegt habe, komme ich da nicht mehr raus“, sagte ein Senior.

Senioren stoßen sich an Canabis-Konsum im Klostergarten

An den Sitzmöbeln, die von der jüngeren Generation geschätzt werden, wird deutlich, wie vielschichtig Planung und Konzept für den Klostergarten sein müssen, damit er von allen Generationen angenommen wird.

Kritik gab es auch an der Nutzung einzelner Flächen: An einer Sitzgelegenheit mit Tisch hielten sich mehrere junge Erwachsene auf, die deutlich wahrnehmbar Cannabis konsumierten – etwas, das bei der älteren Generation auf Unverständnis stößt. Auf einer Fläche, die mehrere Generationen ansprechen solle, müsse so etwas untersagt sein, so eine Teilnehmerin. Die Stadt habe im Viehplätzchen-Viertel ebenfalls Spielflächen ausgewiesen, um ein Alkoholverbot durchzusetzen – zumindest in der Theorie, wie sie anmerkte.

Für die kommende Woche haben sich bereits zwei Schulklassen angekündigt, die ebenfalls ihre Ideen und Wünsche einbringen wollen. Dabei dürften andere Vorstellungen für das Areal geäußert werden als jene, die bislang im Mittelpunkt standen.