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RomanautorinLena Wöhl, neue Bibliotheksleiterin in Euskirchen, schreibt selbst Bücher

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Ein Porträt der Frau, die in der Bibliothek sitzt

Lena Wöhl hat zum Jahresbeginn die Leitung der Stadtbibliothek Euskirchen übernommen.

Die 33-jährige Bibliothekswissenschaftlerin, die aus Göttingen nach Euskirchen kam, ist die Nachfolgerin von Julia Rittel.

Lena Wöhl hat zum Jahresbeginn die Leitung der Stadtbibliothek Euskirchen übernommen. Sie ist die Nachfolgerin von Julia Rittel, die die Einrichtung Ende 2024 nach sieben Jahren verlassen hatte.

Wöhl ist 33 Jahre alt. Zuletzt hatte sie für rund vier Jahre eine Zweigstelle der Stadtbibliothek Göttingen geleitet. Auf den Posten in Euskirchen bewarb sie sich, „weil ich eine Stelle mit etwas mehr Verantwortung und Gestaltungsspielraum wollte“, wie sie im Gespräch mit dieser Zeitung sagt.

Lena Wöhl stammt aus Leer in Ostfriesland

Euskirchen war für sie bei ihrem Umzug im Dezember kein Neuland. Sie hat Freunde, die hier leben, sodass sie die Stadt und die Umgebung bei mehreren Besuchen  vorher kennengelernt hatte. Die Gegend gefalle ihr gut, sagt die Norddeutsche, die in Leer zur Welt kam und nahe der ostfriesischen Kreisstadt aufwuchs.

In Leer kam sie auch bereits in jungen Jahren mit ihrem heutigen Metier in Kontakt – und zwar, als sie in der dortigen Bibliothek ein Schulpraktikum absolvierte. Ihr Interesse hielt an: Sie ließ sich zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ausbilden, ehe es sie zum Studium an die Hochschule zog:  In Hamburg machte sie den Bachelor in Bibliotheks- und Informationsmanagement, danach in Leipzig ihren Master in Bibliotheks- und Informationswissenschaft.

Die ersten Eindrücke der neuen Leiterin sind gut

In der Bibliothek im Euskirchener Kulturhof steht sie nun an der Spitze einer 15-köpfigen Belegschaft. „Ich hatte gehört, dass das Team sehr engagiert ist“, sagt sie. „Meine ersten Eindrücke bestätigen das.“ Natürlich müsse sie sich zuerst einleben und die Abläufe kennenlernen.

Was sie in der kurzen Zeit seit dem Einstieg erkannt habe: „Leseförderung und die Vermittlung von Medienkompetenz besitzen hier einen hohen Stellenwert. Das finde ich gut.“

Lena Wöhl befasst sich mit Literatur nicht nur als Bibliothekarin, sie schreibt auch selbst. Schon 2013 erschien ihr erstes Buch, „Zeitfunken – Licht der Hoffnung“, in dem es um Mobbing geht. Zuletzt beteiligte sie sich mehrmals am jährlichen „Young Storyteller Award“, einem Wettbewerb für Autorinnen und Autoren im Alter von bis zu 35 Jahren. Vier ihrer Beiträge, jeweils kurze Romane, wurden in Buchform veröffentlicht,  darunter der Krimi „Der Schatten in dir“ und die Fantasy-Geschichte „Switch 2 Love“.