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WiederaufbauNach Flutschäden –  Brücken in Stotzheim sind saniert und wieder befahrbar

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Der technische Beigeordnete Wolfgang Honecker (v.l.), Bürgermeister Sacha Reichelt und die Ingenieure der Firma Doser Kempen Krauser weihen die Brücke an der Friedrichstraße /Ecke Sternstraße ein.

Symbolisch eröffnen der technische Beigeordnete Wolfgang Honecker (v.l.), Bürgermeister Sacha Reichelt und die Ingenieure der Firma Doser Kempen Krauser die Brücke an der Friedrichstraße /Ecke Sternstraße ein.

Während des Hochwassers im Juli 2021 wurden drei Euskirchener Brücken zerstört. Nun werden sie wiedereröffnet.

Der Wiederaufbau schreitet voran. Drei Euskirchener Brücken, die durch das Hochwasser im Juli 2021 zerstört wurden, sind jetzt vollständig erneuert und in den nächsten Tagen bereits wieder befahrbar. Dabei handelt es sich um die Brücke am Narzissenweg, die Brücke an der Erftstraße und die Brücke an der Friedrichstraße in Stotzheim.

Am Donnerstag weihte Bürgermeister Sacha Reichelt zu diesem Anlass symbolisch die Erft-Brücke an der Friedrichstraße ein. Ein Signal, das dazu dienen solle, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass nach der Flutkatastrophe ein weiterer Schritt in Richtung Normalität gemacht sei. „Die Stadt Euskirchen ist sehr froh, dass die drei Brücken wieder genutzt werden können“, sagte Reichelt.

Stotzheim: Brücken am Narzissenweg und an der Erftstraße sind wieder befahrbar

Autofahrer, Radfahrer und Spaziergänger könnten nun endlich wieder die ursprünglichen Wege nutzen. Die Phase der Umwege und Notbehelfslösungen sei an diesen Straßen nun vorbei. Die Brücke an der Friedrichstraße ist seit der Eröffnung am Donnerstagabend bereits wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Freigabe der Brücken am Narzissenweg und an der Erftstraße erfolgt in den nächsten Tagen. Eigentlich sollte auch die Überfahrt in der Friedrichstraße erst ab Freitag offiziell wieder befahrbar sein, teilte der Bürgermeister mit. „Doch wir wollten die Bürgerinnen und Bürger nicht länger warten lassen“, so Reichelt weiter.

Stotzheim: Wiederaufgebaute Brücke ist flutsicherer als die alte Brücke

Nachdem die Straßenabsperrungen am Donnerstag von der Brücke genommen wurden, fuhren auch sofort die ersten Autos wieder über die erneuerte Erftbrücke nach Stotzheim hinein. Die neue Überführung ist höher als ihre Vorgängerin. Außerdem hat sie keinen Mittelpfeiler mehr.

In weiser Voraussicht konstruierten die Ingenieure des Büros Doser Kempen Krauser den Überweg ohne den massiven Stützpfosten. Hat die Erft Hochwasser, sammeln sich an diesem Äste, Blätter und anderes Treibgut und behindern so den Durchfluss des Wassers. Somit sei die wiederaufgebaute Brücke flutsicherer als ihre Vorgängerin, teilte der Technische Beigeordnete Wolfgang Honecker mit.

Kosten für die Sanierung betrugen 2,3 Millionen Euro

Während die Brücke an der Friedrichstraße schon am Donnerstag von Autofahrern genutzt wurde, findet die Inbetriebnahme der Brücke an der Erftstraße für den motorisierten Verkehr erst am Samstag statt – aufgrund von Bauarbeiten an der Straße Erftbleiche. Auch an der Brücke am Narzissenweg müssen noch letzte Anschlussarbeiten vorgenommen werden. Doch auch hier solle der Verkehr noch vor Ende März wieder anrollen, teilte der Bürgermeister mit.

2021 wurde vom Technischen Hilfswerk am Narzissenweg eine Behelfsbrücke als Querung über die Erft angelegt. Diese sollte den Verkehrsfluss nach Roitzheim sicherstellen. „Dabei handelte es sich allerdings nur um eine provisorische Lösung“, sagte Reichelt. Deswegen werde die Notbrücke in den kommenden Wochen wieder abgerissen.

Die Auftragsvergabe für alle drei Neubauten erfolgte im November 2021 an das Ingenieurbüro Doser Kempen Krauser. Vier Monate später – im März 2022 – begannen dann die Arbeiten, die von der Firma Bruno Klein übernommen wurden. Ein Jahr später kommen die Arbeiten jetzt zum Abschluss. Die Kosten für den Brückenbau betrugen insgesamt 2,3 Millionen Euro. Mit 900 000 Euro war die Brücke an der Friedrichstraße die teuerste. Die Kosten der Bauten an Erftstraße und Narzissenweg betrugen jeweils 700 000.