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UnwetterOrkantief richtet Schaden an

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Sturm in der Eifel. Umgestürzter Baum auf der Schleidtalstraße am Ortsrand von Bad Münstereifel.

Kreis Euskirchen – Das Orkantief „Christian“, das am Montag mit Windstärke 10 über den Kreis Euskirchen hinwegfegte, hat einigen Schaden angerichtet. Von den frühen Morgenstunden an bis zum Nachmittag verzeichnete die Rettungsleitstelle rund 30 Einsätze. Einige Bäume waren umgekippt, etwa auf der Schleidtalstraße bei Bad Münstereifel oder auf der Bundesstraße 258 bei Berescheid, wo Bäume auf die Fahrbahn gestürzt waren. Auf dem Lidl-Parkplatz in Mechernich war ein Baum auf zwei parkende Autos gekippt.

Auch der Bahnverkehr war betroffen: Weil bei Iversheim herabfallende Äste von der Feuerwehr beseitigt werden mussten, machte der Zug in Arloff eine Pause. Der Sturm deckte auch drei Dächer ab und riss Schilder um. Vor der Euskirchener Kirmes machte „Christian“ ebenfalls nicht halt. Besonders getroffen hatte es Jörg Grünberg, der mit seinem Fahrgeschäft „Break-Dance“ auf dem Charleviller Platz steht. Gegen 6.30 Uhr erfasste eine Böe das Karussell und schob es nach hinten. Der „Break-Dance“ rutschte von seinen Pfeilern und sackte ab. Dabei wurden mehrere Metallstangen verbogen.

„Ich will das Fahrgeschäft erst mal überprüfen lassen“, so Grünberg. In Betrieb nehmen will er die Attraktion auf keinen Fall. Das sei zu gefährlich, betont er. Der „Break-Dance“ war für das Riesenrad eingesprungen. Nun stehen erst einmal Reparaturen und zwei Tage Geschäftsausfall an.

Kontrollgang

Die anderen Schausteller versuchten, ihre Buden und Geschäfte vor dem Sturm zu schützen. Für jedes Karussell ist festgeschrieben, bis zu welcher Windstärke es betrieben werden darf. Kevin Hoffmann steht mit seiner „Krake“ in einer Ecke des Charleviller Platzes geschützt. Während er die Seile an dem Geschäft mit rot-weißem Band markiert, machen Mitarbeiter des Ordnungsamtes einen Kontrollgang über die Kirmes. In Blankenheim richtete der heftige Sturm im Neubaugebiet Hohental großen Schaden an. An einem mehrgeschossigen Wohnblock am Frankenring stürzte an der westlichen Giebelseite ein Großteil der Klinkerfassade ein.

Menschen kamen nicht zu Schaden, obwohl unmittelbar neben der hohen Hauswand ein Fußweg verläuft, der vom hochgelegenen Neubaugebiet in den Ort führt. Die Klinkerwand stürzte gut zur Hälfte ein. Hinter der Hälfte, die stehengeblieben war, hatte es vor vielen Jahren einmal gebrannt. Damals hatte ein Kind aus der Nachbarschaft die Isolierung hinter der Fassade angezündet. Doch bei allem Ärger gab es auch ein wunderschönes Naturschauspiel zu beobachten. Kurz vor 10 Uhr brach während eines Regenschauers die Sonne durch und lieferte einen durchgehenden Regenbogen.