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Tödlicher UnfallJunge Männer waren bei Weilerswist „erheblich alkoholisiert“ unterwegs

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Das Bild zeigt die L163. Im Hintergrund fahren Autos, im Vordergrund steht ein Holzkreuz, das fast vollständig von Blumen verdeckt ist.

An der L163 zwischen Metternich und Weilerswist erinnern ein Holzkreuz, Kerzen und Blumen an den Verkehrsunfall, bei dem am 11. Februar 2024 zwei junge Fußgänger ums Leben kamen.

Auf der L163 sind in der Nacht zum Rosenmontag zwei junge Männer von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Nach dem Tod zweier junger Männer, die in der Nacht zum Rosenmontag zwischen Metternich und Weilerswist von einem Auto erfasst worden sind, gehen die Ermittlungen weiter.

Laut Franz Küpper, Pressesprecher der Polizei im Kreis Euskirchen, wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sowohl von dem 33 Jahre alten Fahrer des Unfallwagens als auch von den beiden tödlich verunglückten jungen Männern Blutproben entnommen. Wie Küpper auf Nachfrage bestätigte, liegen die Ergebnisse nun in Teilen vor.

Weilerswist: Ergebnis eines Drogentests beim Fahrer steht noch aus

„Aufgrund der Ergebnisse der Blutproben, aber auch aufgrund von weiteren Zeugenhinweisen, wissen wir, dass die beiden getöteten jungen Männer erheblich alkoholisiert gewesen sind“, sagte der Pressesprecher. Bei dem 33 Jahre alten Fahrer des Autos, das die beiden Männer erfasste, haben sich laut Küpper „keine Hinweise auf Alkoholkonsum ergeben“.

Ob der 33-Jährige vielleicht Drogen vor Fahrtantritt konsumiert hat, steht dem Pressesprecher zufolge noch nicht fest. Eine entsprechende Untersuchung sei beim Institut für Rechtsmedizin in Bonn in Auftrag gegeben worden. Bis das Ergebnis vorliege, könnten aber Wochen und Monate vergehen, so Küpper. Der Grund: das Arbeitsaufkommen des Instituts. Die Auswertung der Spuren vom Unfallort und der sichergestellten Fahrzeuge dauert ebenfalls an.

Weilerswist-Metternich: 20-Jähriger starb noch an der Unfallstelle

Die beiden jungen Männer waren gegen Mitternacht in der Nacht zum Rosenmontag auf der Bonner Straße (L163) zwischen Weilerswist und Metternich von dem Auto des 33-Jährigen erfasst worden. Ein 20-Jähriger aus der Gemeinde Weilerswist starb noch an der Unfallstelle.

Ein 18-Jähriger, der nach Angaben der Polizei aus Bonn stammt, erlag nach Angaben der Euskirchener Polizei im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Autofahrer sowie seine beiden Beifahrer erlitten einen Schock.

L163: Nach bisherigen Erkenntnissen gingen die Männer auf der Fahrbahn

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren die jungen Männer zu Fuß auf der Bonner Straße unterwegs, als sie von dem Auto, das von Metternich in Richtung Weilerswist fuhr, erfasst wurden. Weitere Fußgänger seien auf dem angrenzenden Fußgänger- und Radfahrerweg unterwegs gewesen.

Warum das Fahrzeug in Höhe des Wilhelmshofs die beiden Männer erfasste, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte Küpper. In diesem Zusammenhang werde auch geklärt, warum die Personen auf der Straße waren, die im Bereich der Unfallstelle nicht beleuchtet ist. Ein Verkehrsunfallaufnahmeteam hatte Spuren gesichert, um den Unfall möglichst genau rekonstruieren zu können.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte die Gruppe eine Karnevalsparty in Metternich besucht. In dem Ort war am Sonntagnachmittag der Karnevalszug gegangen.

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