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Auslieferung beantragtNach Mord in Zülpich-Füssenich nimmt Polizei Verdächtigen erneut fest

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Ein Polizist steht auf einer Dorfstraße neben einem Auto.

Nach dem Überfall auf ein Ehepaar in Füssenich sicherte die Polizei am 15. August 2023 am Tatort Spuren.

In Italien hat die Polizei einen 40-Jährigen festgenommen. Er soll an einem Überfall mit Todesfolge in Füssenich beteiligt gewesen sein.

Nach einem Tötungsdelikt in Füssenich hat die Polizei in Italien einen Verdächtigen festgenommen. Nach dem 40-Jährigen, der im Zusammenhang mit der Tat vom 15. August 2023 schon zweimal in Untersuchungshaft gesessen hat, war international gefahndet worden, wie es in einer Mitteilung der Polizei Bonn von Mittwoch heißt.

In Füssenich war in den frühen Morgenstunden jenes August-Tages ein Rentnerehepaar überfallen und schwer verletzt worden. Der Mann starb mehrere Monate später im Alter von 76 Jahren an den Folgen der Verletzungen. Ermittlungen einer Bonner Mordkommission führten zu einem dringenden Tatverdacht gegen zwei Männer, die damals 36 und 37 Jahre alt waren, und eine 36-jährige Frau. Ein Richter verkündete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bonn Untersuchungshaftbefehle gegen das Trio.

Einer der Verdächtigen wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt

Während der jüngere der beiden Männer im Juni 2024 am Landgericht Bonn unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, ließ sich der Tatverdacht gegen die Frau nicht erhärten.

Der Haftbefehl gegen den zweiten Mann war im Rahmen einer Haftprüfung aufgehoben worden. Im Prozess vor dem Bonner Schwurgericht ergaben sich dann jedoch weitere Hinweise auf seine Täterschaft, weshalb das Amtsgericht Bonn erneut einen Haftbefehl gegen ihn erließ. Wieder fahndete die Polizei nach dem Verdächtigen.

Das Landeskriminalamt beteiligte sich an den Ermittlungen

Am 22. Mai 2024 stellte er sich den Ermittlern. Nach einer weiteren Haftprüfungsentscheidung des Landgerichts Bonn jedoch musste er im Juli 2025 erneut auf freien Fuß gesetzt werden. Die Ermittlungen gingen aber weiter, auch das Landeskriminalamt NRW wurde eingebunden, so die Polizei.

Weil sich der Tatverdacht gegen den heute 40-Jährigen weiter erhärtet habe, sei auf Antrag der Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Bonn abermals ein Haftbefehl beantragt worden. Auf dieser Grundlage wurde der Mann international zur Fahndung ausgeschrieben und schließlich Mitte November 2025 in Italien festgenommen.

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft nach Polizeiangaben beantragt, dass der Tatverdächtige an die deutschen Justizbehörden ausgeliefert wird.