Duisburg hat ein Problem mit den vielen, auf öffentlichen Flächen grillenden Menschen. Die Stadt plant neue Regeln.
Anmelden und BezahlenNRW-Stadt plant drastische Maßnahmen für Griller – So ist die Lage in Köln

Das Ordnungsamt kontrolliert am 1. Mai Griller am Duisburger Toeppersee.
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Das erste schöne Wochenende in diesem Jahr an Pfingsten hatte bereits einen Vorgeschmack auf das gegeben, was vielen Parks und anderen öffentlichen Flächen in Nordrhein-Westfalen den ganzen Sommer über bevorsteht: Die Grillsaison wurde eingeläutet, verbunden mit teilweise chaotischen Zuständen. Auch in Köln strömten die Menschen nach draußen und genossen am Aachener Weiher und vielen anderen Parks das schöne Wetter.
Während es hier ruhig blieb, wurde aus anderen Städten von Problemen berichtet. Aus Duisburg kursierten Bilder von Kohlegrills, die die Luft verschmutzten. Auf vielen Flächen wurde gegrillt, obwohl dies dort verboten ist. Das Ordnungsamt kontrolliert dort immer wieder an den Wochenenden, es wurden zahlreiche Verwarngelder kassiert. Neben der Luftverschmutzung können Müll und Lärm zu Umweltproblemen und genervten Anwohnerinnen und Anwohnern führen.
In Duisburg erwägt man nun laut einem Bericht der „WAZ“, drastische Maßnahmen für Griller zu erlassen. Sie sollen zur Kasse gegeben werden – und ohnehin soll das Grillen nur noch an speziell eingerichteten Stellen erlaubt werden. Diese festen Plätze müssen über ein Online-Buchungssystem vorher reserviert werden, sie sollen 15 Euro kosten. Bisher handelt es sich lediglich um Pläne der Verwaltung, die Politik werde derzeit informiert, heißt es.
Duisburg greift beim Grillen durch
In Duisburg darf auch jetzt schon in städtischen Parks und auf Grünflächen nur an ausgewiesenen Stellen gegrillt werden – allerdings ohne Anmeldung. Das soll sich ändern. Es darf dann nicht mehr in der ganzen Zone gebrutzelt werden, sondern nur noch auf einzelnen, fünf mal fünf Meter großen Grillplätzen. Dort darf ein einziger Grill stehen, und zwar auf einer gepflasterten Fläche.
Die Grillplätze müssen noch eingerichtet werden, in den Parks und an den Seen ist jeweils eine unterschiedliche Anzahl vorgesehen. Insgesamt soll sich die Zahl der Griller so verringern. Ein Buchungssystem für vier größere Grillplätze in Duisburg, die man für Gruppen mieten kann, gibt es bereits. Ob dieses dann auch für die allgemeine Grillplatz-Buchung und Bezahlung genutzt werden soll, ist noch unklar.
Auf Kritik stößt laut dem Bericht, dass es offenbar bislang kein Konzept gibt, wie man kontrollieren will, ob die Griller vor Ort gebucht und bezahlt haben.
So sind die Grill-Regeln in Köln
In Köln gibt es bislang keine Pläne, die Regeln fürs Grillen draußen zu verschärfen, wie ein Sprecher der Stadt auf Anfrage mitteilt. Hier entstehen offenbar deutlich weniger Probleme als in anderen NRW-Städten. So sei die Müllmenge bislang in den zurückliegenden Jahren gleichgeblieben, nennenswerte Beschwerden gebe es nicht. Probleme gebe es eher, wenn auf dem Balkon gegrillt werde und der Qualm dann in Nachbarwohnungen zieht.
Generell ist in Köln das Grillen „auf geeigneten öffentlichen Grünflächen unter der Voraussetzung erlaubt, dass weder Mensch noch Umwelt gefährdet oder beeinträchtigt werden“, wie es auf der Website der Stadt steht. Es gibt aber Ausnahmen: Im Botanischen, Forstbotanischen und Finkens Garten sowie im Rheinpark, Rheingarten und im Stadtgarten darf nicht gebrutzelt werden. Auch auf Spiel- und Hundewiesen sowie in Wildparks ist das Grillen nicht erlaubt. Wer gegen diese Regeln verstößt, muss ein Bußgeld zahlen. Wer mit seiner Grillkohle einen Brand verursacht, wird empfindlich zur Kasse gebeten.
Es gibt mehrere speziell eingerichtete Grillplätze in den Bezirken, für die man sich aber nicht anmelden muss.
