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Insekten in NRWWespen sind dieses Jahr früher unterwegs

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Das Wespenaufkommen in diesem Jahr ist nicht unnormal. (Symbolbild)

Köln/NRW – Manchmal beginnt ihre Zeit erst mit den Pflaumenkuchentagen, in diesem Jahr sind die Wespen etwas eher dran: Gelb-schwarzes Surren, wohin man hört und blickt. Und das Eiscreme hat man auch nicht für sich alleine. Das unangenehme Wespen-Gefühl vieler verstärken Meldungen wie jene aus Monheim, wo die Pänz eines Waldkindergartens am Wochenende nahe einem Erd-Wespennest spielten und Opfer wüster Stechattacken wurden. Eine Erzieherin berichtet, sie sei 25 Mal gestochen worden, Die Feuerwehr rückte mit 13 Fahrzeugen aus, vier Notärzte waren im Einsatz. Am Ende blieb vor allem der Schrecken zurück, die Kitaleiterin will das Erlebnis in den nächsten Tagen ausführlich mit den Drei- bis Sechsjährigen besprechen.

Stiche schwellen nach Kühlung ab

Die Stiche schwellen nach guter Kühlung in der Regel ab, auch wenn sie unangenehm schmerzhaftbleiben. Essig, Zitronensaft oder Zwiebeln sind alte Hausmittel, später leistet ein Gel aus der Apotheke gute Dienste.

Schnell handeln sollte man aber, wenn es extreme Schwellungen gibt, auch an Stellen ohne Wespenstiche, wenn Atemnot und Herzrasen eintreten. Der Patient reagiert möglicherweise allergisch und muss schnellstens ins Krankenhaus gebracht werden.

Wer in ein Erdwespennetz getreten ist, sollte sich rückwärts zwei bis drei Meter zurückziehen – und das langsam. Die Wespen verteidigen zwar ihr Revier, in der Regel fliegen sie aber nicht hinter Menschen her.

Wespenaufkommen nicht unnormal

Den Eindruck, das Wespenaufkommen sei in diesem Jahr besonders groß, weist eine Sprecherin des Naturschutzbundes NRW (Nabu) aber zurück: „Das denken die Leute jedes Jahr, weil Wespen unbeliebt sind. Dieser Sommer ist ein warmer, eher trockener, und da sind die Arbeiterinnen mit Brut und der Versorgung der Königin ein bisschen früher fertig als sonst. Das ist alles.“ Die Wespenarbeiterinnen sind nun, Ende Juli, auf der Suche nach Eiweiß – und lassen sich auf Essenstellern neben Kuchen genauso gerne nieder wie auf Steaks. Auch hier gilt: Ruhe bewahren: Wildes Schlagen, Wedeln oder auch Pusten bringt die Tiere noch mehr auf. Aus sinnvollsten ist es, den Wespen einen eigenen Teller jenseits des Esstisches auf Balkon oder Terrasse anzubieten – oder zu warten, bis die Wespen sich satt gegessen haben.

Wer von der gelb-schwarzen Invasion genervt ist, sollte sich im Zweifelsfall zum Essen in seine Wohnung zurückziehen. Ein Bierdeckel auf süßen Getränken wird ebenfalls empfohlen.