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Kölner Haie stellen Eilantrag auf mehr Fans in der Halle

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Köln – Nach Fußball-Bundesligist 1. FC Köln haben auch die Kölner Haie im Bestreben nach der Erlaubnis auf mehr Zuschauer einen Eilantrag im Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht NRW in Münster gestellt. Das gab der Club am Mittwoch bekannt. Ziel ist es, dass mehr als die bisher erlaubten 4000 Besucher in die Halle dürfen. Ab dem 4. März dürfen in deutschen Hallen maximal 6000 Zuschauer bei höchstens 60 Prozent Auslastung eingelassen werden. Bis dahin haben die Haie aber noch zwei Heimspiele.

Nach Angaben einer OVG-Sprecherin lag bis zum Mittwochnachmittag noch kein entsprechender Antrag in Münster vor. „Ob ein Antrag beim OVG elektronisch nach Dienstschluss eingegangen ist, können wir heute nicht mehr feststellen”, sagte Sprecherin Gudrun Dahme der dpa.

Neben dem Sicherheitskonzept, dem Verweis auf die Disziplin der Fans und der Corona-Entwicklung der letzten Wochen führte Geschäftsführer Philipp Walter auch an, dass die Belüftung in der Kölner Arena „ein Haie-Heimspiel mit einer Open Air Veranstaltung vergleichbar” machten. „Die Erlaubnis von 4000 Zuschauerinnen und Zuschauern bedeutet in der Arena eine Auslastung von 21 Prozent”, erklärte Walter: „Wir sehen es als unsere Pflicht an, diese Vorgabe auf ihre Verhältnismäßigkeit prüfen zu lassen.”

Die Haie erwirtschaften laut Walter „bis zu 80 Prozent” ihrer Umsätze am Spieltag. „Auch die emotionalen Schäden der Einschränkungen sind für uns deutlich spürbar”, sagte Walter. Das OVG hatte zuletzt mehrmals daraufhin gewiesen, dass bei dem Normenkontrollverfahren zur Überprüfung der Coronaschutzverordnung des Landes nicht über einzelne Zuschauerzahlen entschieden werden kann. Geprüft werde, ob die Verordnung bei der Frage der Großveranstaltungen insgesamt bestätigt oder außer Vollzug gesetzt wird.

© dpa-infocom, dpa:220216-99-159002/3 (dpa)