Das Geschenk aus der Kindheit war der Seniorin im Laufe der Jahre immer mehr ans Herz gewachsen.
„Nein, auf keinen Fall“Seniorin aus Leverkusen von „Bares für Rares“-Expertise erschüttert

Die Leverkusenerin Karin Schirmacher und ihr Sohn (r.) mit Horst Lichter (M.) und Experte Sven Deutschmanek (l.) bei „Bares für Rares“.
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Mit einem liebgewonnenen Geschenk aus der Kindheit ist Karin Schirmacher in die ZDF-Sendung „Bares für Rares“ vom Dienstag (13. Januar) gekommen. Die Seniorin aus Leverkusen wurde von der Expertise jedoch bitter enttäuscht. Wie sie den Rückschlag verkraftete.
Das Necessaire habe sie in ihrer Jugend nach und nach bekommen, berichtete die Schirmacher im Gespräch mit Moderator Horst Lichter. Ihre Familie habe ihr immer wieder ein Teil mehr geschenkt. Immer zu Weihnachten, erinnerte sich die Leverkusenerin, die ihren Sohn zur Unterstützung mit in die Sendung gebracht hatte.
Horst Lichter bei „Bares für Rares“: „Das war schon Luxus“
„Naja, das war ja auch nicht günstig, das war schon Luxus“, so Lichter, der sich zunächst überrascht zeigte, dass sie das Reise-Necessaire nur nach und nach geschenkt bekommen habe. Zudem seien solche Necessaires zwar beliebt gewesen, genutzt worden seien sie aber selten, da einfach das Geld zum Reisen nicht da gewesen sei, ergänzte Experte Sven Deutschmanek.
Wie sehr der älteren Dame die edlen Stücke mit der Zeit ans Herz gewachsen waren, war nicht zu übersehen. Sie habe es jedoch kaum benutzt, dazu hätten ihr „einfach die Reisen gefehlt“, bestätigte Schirmacher die Aussage Deutschmaneks.

Das Reise-Necessaire aus Leverkusen bei „Bares für Rares“.
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Bei den einzelnen Teilen eines Necessaires handelte es sich um Teile, die für die Körperhygiene gebraucht wurden, begann Sven Deutschmanek seine Expertise für „Bares für Rares“. In dem Set aus Leverkusen befanden sich etwa eine Haarbürste, ein Flacon Kölnisch Wasser, ein Handspiegel, eine Schere und ein kleiner Kamm. Auch ein Schuhlöffel und ein Reisewecker sowie ein kleines Reise-Notizbuch gehörten dazu.

Auch eine praktische Reiseuhr gehörte zum Reise-Necessaire.
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Alles wurde in rotleuchtenden Täschchen handlich verpackt. Doch gerade bei den hübschen kleinen Hüllen musste der Experte die erste bittere Nachricht überbringen. Denn die Täschchen bestanden nicht, wie die Leverkusenerin all die Jahre angenommen hatte, aus echtem Leder, sondern bloß aus Kunstleder, betonte Deutschmanek. Eine Information, die Karin Schirmacher sichtlich zu schaffen machte. Die Seniorin schien anschließend sehr in Gedanken vertieft.
„Bares für Rares“: Seniorin zeigt sich beim Wunschpreis optimistisch
Dennoch zeigte sich Schirmacher optimistisch. Das sah man auch am Wunschpreis, den sie sich für ihr Reise-Necessaire vorgestellt hatte. „Ich hatte gedacht, 250 Euro“, so die Leverkusenerin auf Nachfrage von ZDF-Moderator Horst Lichter.
Eine Preisregion, die laut „Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek jedoch kaum zu erreichen sei – obwohl sich das Verkaufsobjekt ungenutzt und in tadellosem Zustand befand. „Aber ich glaube, das sind Objekte, die gar nicht mehr zum Einsatz kommen. Das ist Deko, Vintage, ein bisschen Retro.“
Auch Horst Lichter von „Bares für Rares“-Expertise überrascht: „Mein Gott“
Statt bei den gewünschten 250 Euro landete die Expertenschätzung schließlich bei einem Wert von 50 oder 60 Euro. „Mein Gott“, entfuhr es auch Horst Lichter, der offenbar ebenfalls nicht mit diesem Ergebnis gerechnet hatte.

Der Leverkusenerin war die Enttäuschung bei „Bares für Rares“ ins Gesicht geschrieben.
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Die Seniorin aus Leverkusen schüttelte nur völlig ungläubig den Kopf. „Nein, auf keinen Fall“, wiederholte sie dann schließlich entschlossen. Für diesen Preis wolle sie es im Händlerraum auch nicht versuchen. Ausgeschlossen.
„Also ich verstehe das voll und ganz“, pflichtete Lichter der Seniorin bei. Ich bin da wieder in einer ganz anderen Zeit, vom Kopf her. „Ich kann mir vorstellen, wie das war, als man sowas geschenkt bekommen hat, wie man das gewertschätzt hat, wie man geträumt hat. Und das würde ich auch nicht so billig weggeben.“
Ihren Besuch bei „Bares für Rares“ bereue sie aber nicht, so Karin Schirmacher nach der ZDF-Sendung. „Ich gehe mit einem guten Gefühl nach Hause. Ich konnte gut entscheiden, was ich machen würde. Und jetzt ist für mich auch Klarheit da.“


