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56-Jähriger vor dem LandgerichtAussagen der Zeuginnen decken sich

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Justiz

Justizanstalt (Symbolbild)

Burscheid – Gegen den Burscheider, der bereits wegen Vergewaltigung von zwei jungen Frauen vor Gericht steht, sind weitere Anklagen erhoben worden.

Drei Vergewaltigungen an zwei weiteren Frauen

Im Nachtrag werden ihm drei Vergewaltigungen an zwei weiteren Frauen vorgeworfen.

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Die zwei ehemaligen Partnerinnen des 56-Jährigen hatten im Zeugenstand dem Landgericht Köln von den traumatischen Situationen berichtet. Die eine Ex-Freundin soll er 2001 im gemeinsamen Kroatien-Urlaub zum Geschlechtsverkehr genötigt haben. Die andere habe er in der Beziehung zu ihr zwischen 2007 und 2009 gegen ihren Willen mehrfach gewürgt und misshandelt. Hierzu liegen bereits Geständnisse vor.

Erinnerungslücken und andere Wahrnehmung

Das Verfahren gegen den 56-Jährigen gewann zunehmend an Dynamik. Zu den sich ansammelnden Vorwürfen äußerte er sich zögerlich, verwies auf Erinnerungslücken und behauptete, Situationen anders wahrgenommen zu haben. „Es könnte vielleicht so gewesen sein“, gemeint ist die Ausgangsanklage, räumte er kurz vor knapp am Dienstag ein. Ob dies und seine vorherigen Einlassungen, die teils von den eigentlich abgesprochenen verlesenen Stellungnahmen seines Verteidigers abwichen, als Geständnis gewertet werden können, ist noch offen.

Gutachten der Sachverständigen

Am Dienstag präsentierte eine Sachverständige ihr Gutachten der beiden ursprünglichen Nebenklägerinnen und Geschädigten. Aus sogenannter aussagenpsychologischer Sicht erscheinen die Frauen glaubhaft und zuverlässig. Ihre Aussagen über den fraglichen Abend, an dem der Burscheider beide entweder durch Drohungen oder bei Wehrlosigkeit nach Alkoholkonsum vergewaltigt haben soll, decken sich. Auch die ehemaligen Partnerinnen hatten ähnliche grausame Situationen geschildert.