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BurscheidVersorgung bis zur Milchkanne

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Burscheid – Lange Warteschlangen haben sich laut Ulrike Hanke in den vergangenen Wochen immer wieder vor dem Burscheider Rathaus gebildet. Für sie ist das ein Zeichen noch unzureichender Digitalisierung. Diese regt die Bürgermeisterin des Bündnisses für Burscheid an, zu beschleunigen. „Seit 40 Jahren gibt es PCs, die Digitalisierung von 575 öffentlichen Leistungen muss nach dem Onlinezugangsgesetz bis Ende 2022 abgeschlossen sein und die Bürgerinnen und Bürger standen jetzt in der Corona-Zeit vor dem Rathaus im wahrsten Sinne des Wortes im Regen“, sagt Hanke.

Überregionale Arbeitsgruppe

Aber auch in Burscheid müsse die Umsetzung von mehr digitaler Kommunikation und die Verwirklichung digitaler Antragsverfahren möglich sein. Die von CDU und FDP für das Land Nordrhein-Westfalen angekündigte Initiative für eine Familienportal und eine Übertragung ohne Wechsel des Mediums ist nach Hankes Sicht bereits überholt.

„Seit über einem Jahr arbeite ich bereits in einer überregionalen Arbeitsgruppe mit, die die Verwaltungsleistungen digitalisiert und wir werden bereits Ende August mit den ersten Leistungen ans Netz gehen“, so die Verwaltungswirtin. „Wenn der Start in den Pilotkommunen gelungen ist, werden die Verfahren nicht nur in NRW, sondern im ganzen Bundesgebiet angeboten. Das wird also auch in Burscheid nutzbar sein und dafür brauchen wir gute digitale Versorgung auch an der letzten Milchkanne.“ (JAN)