Burscheider SkisportlerMoritz Klein springt spektakulär Richtung Weltcup

Moritz Klein in der Halfpipe.
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Burscheid – Für die aktuell laufenden Olympischen Spiele in Peking hat es noch nicht gereicht - damit hat Moritz Klein aber auch nie gerechnet. Doch der 20-jährige Burscheider kämpft sich vorwärts in einer Sportart, die gar untypisch für das schneefreie Rheinland ist: Freestyle Skiing. Mit spektakulären Sprüngen geht es auf zwei Brettern über Hindernisse oder durch Halfpipes. Leicht ist es nicht in den aktuellen Situation. „In der Vorsaison wurden wieder einig Wettkämpfe wegen Corona abgesagt. Aber Ende Januar hatte ich endlich den ersten Europacup der Saison“, berichtet der Skisportler.

Moritz Klein im heimischen Burscheid.
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Und das sehr erfolgreich: Mit dem achten Platz in der Disziplin Freeski Halfpipe beim Europacup im Schweizer Crans Montana landete der Burscheider zum ersten Mal international in der oberen Hälfte des Fahrerfeldes. Und darf damit in der kommenden Saison an der Qualifikation für den Weltcup teilnehmen. Gemeinsam mit Marius Reck aus Lindau, der seit Jahren als deutscher Profi im Halfpipe-Weltcup startet, hat Klein Team Deutschland in der Schweiz vertreten
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„Ein wenig frustrierend ist es aber schon zu sehen, dass ein Schweizer Regionalteam mit zwei Trainern aufkreuzt und wir ohne Trainer und ohne Organisation auf den Berg fahren", kritisiert der Burscheider den geringen Stellenwert der spektakulären Sportart in Deutschland.
Fünf Disziplinen auf zwei Brettern
Freestyle-Skiing hat fünf olympische Disziplinen:
Half Pipe: In einer Halfpipe zeigen die Sportler Sprünge, Tricks und Manöver. Punkte gibt es für die Schwierigkeit und die Ausführung aller Aktionen während einer Fahrt.
Slopestyle: Fahrer durchfahren einen Parcours aus Schanzen und Rails (Geländer) in verschiedensten Variationen. Welche Tricks sie damit ausführen, ist den Fahrern überlassen.
Aerials (Springen): Sprünge über eine Schanze mit fast senkrecht nach oben weisender Absprungfläche. Sprünge kombinieren Salti, Drehungen und Grätschen. Variante „Big Air“ mit besonders großen Schanzen.
Moguls (Buckelpiste): Fahrt durch eine künstlich angelegte Buckelpiste mit zwei Sprüngen.
Skicross: Vier Fahrer durchfahren gleichzeitig einen Parcours mit dem Ziel, ihn als erster zu beenden. (stes)
Auch alle Kosten für seine Reisen muss er selbst tragen. Doch das hält den Studenten nicht auf. „Ich will es mir und allen anderen beweisen, dass man nicht aus den Alpen kommen muss, um ein top Skisportler zu sein“, hatte Klein vor der Saison im Interview mit dem „Leverkusener Anzeiger“ gesagt.

Hohe Sprünge in der Schweiz.
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Nächstes Ziel: Der Halfpipe-Europacup auf einem Weltcup-Kurs im schweizerischen Laax Mitte März.



