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Freundeskreis IndianerhilfeDringend Spender für Ultraschall-Gerät gesucht

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Burscheid – „Aus unserer „Casa blanca“ war kurzfristig die „Casa Rata“ geworden – aber mit vereinten Kräften konnten wir die Ratten kurzfristig wieder vertreiben“: Der Vorsitzende des „Freundeskreis Indianerhilfe“ (FKI), Dr. Bernhard Rappert, gab am Samstag auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im „Tri-Café“ erleichtert Entwarnung.

Ebenso erfreut reagierten die gut 20 erschienenen Mitglieder auf die gute Nachricht. Sie waren unter anderem aus Kassel, Gießen, Saarbrücken, Rotterdam, Liverpool, Berlin, Leverkusen, Bergisch Gladbach und natürlich auch aus Peru der Einladung des in Leverkusen praktizierenden Kardiologen nach Burscheid gefolgt. „Das ist ein Rekord – so viele Mitglieder hatten wir, noch nie bei einem Jahrestreffen“, so Rappert.

Umzug nach Burscheid

Mit ein Grund dafür war wohl der kürzliche Umzug der Geschäftsstelle von Leverkusen nach Burscheid. In der Lindenstadt hatte der Mediziner vor einiger Zeit von Federal-Mogul die ehemalige „Villa Ambiente“ für den FKI anheuern können. Im Januar bezog die Geschäftsstelle mit Frauke Stachulla an der Spitze das neue Domizil. Darüber hinaus kam es zur Kooperation mit Stadt, Kirchen und vielen ehrenamtlich engagierten Bürgern. Daraus entwickelte sich das „Tri-Café“. Der FKI trägt die Hauptlast der Miet- und Nebenkosten.

Im von Frauke Stachulla erstellten Finanzbericht gab’s einen Wermutstropfen: Der Verein schreibt derzeit rote Zahlen. „Wir suchen dringend weitere Spender“, sagte der Vorsitzende. So müssen dringend rund 17 500 Euro für ein gebrauchtes Ultraschall-Gerät aufgebracht werden. Die Zeit drängt. Der Apparat ist ein „Muss“ in der „Clinica Tucunaré“ am Rio Chambira. Er dient der Schwangerenbetreuung. „Ein medizinischer Prozess, der nicht lange unterbrochen werden darf“, so Dr. Bert Bruchhäuser aus Leverkusen, der vergangenes Jahr den Vorsitzenden bei seiner Reise in den peruanischen Regenwald begleitet hatte.

Kontakt mit Albert Schweitzer

Besonderes Lob zollte das Forum dem Wuppertaler Uni-Assistenten Nikolai Plößer. Er übernahm die Redaktion der farbigen FKI-Mitteilungshefte. Viel Beifall heimste der von Dr. Rappert per Beamer projizierte Jahresbericht ein.

Er erinnerte an den FKI-Mitbegründer Theo Binder, der seinerzeit freundschaftlichen Kontakt mit Albert Schweitzer pflegte. Die Ratschläge des berühmten Gründers der Klinik Lambaréné wurden mit zum Credo des FKI. Mittlerweile versorgt der Verein das kleine indigene Volk der Urarinas in 57 Dörfern an drei Flüssen. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

www.indianerhilfe.de