Leichlingen – Die „Brötchenampel“ ist eine Leichlinger Besonderheit. Den Namen haben Leichlinger Bürger für die Ampelanlage des Edeka-Marktes an der Reusrather Straße erfunden, da sie morgens immer auf rot springt, wenn gerade wieder einmal jemand Brötchen gekauft hat und an der Edeka-Ampel steht.
Stau für ein Brötchen
Der dadurch entstandene Stau im morgendlichen Berufsverkehr steht nach Auffassung der Bürgerliste Witzhelden Leichlingen (BWL) in keinem Verhältnis. Die Fraktion schlägt daher eine Veränderung vor. Erst mit Öffnung des Edeka-Marktes solle die Ampel um acht Uhr angeschaltet werden.
Straßen NRW ist zuständig
„Wir wissen, dass dies die Stadt Leichlingen nicht allein entscheiden kann, da die Zuständigkeit bei Straßen NRW liegt, jedoch muss im Sinne der Leichlinger Pendler für eine Lösung gekämpft werden“, erklärt Andrea Hein aus dem Vorstand der BWL. Bereits mit Öffnung der Bäckerei um 6.30 Uhr geht die Ampel in Betrieb. „Diese vermeintlich bedarfsgerecht gesteuerte Ampel mag ihre Berechtigung während der Öffnungszeiten des Marktes ab acht Uhr haben.
Kein Durchkommen zur Autobahn
Für die BWL ergibt sich jedoch immer noch die Frage, ob die Ampel auch während der früheren Öffnungszeiten der Bäckerei ab 6.30 Uhr eine Berechtigung hat, bei einem einzigen Besucher der Bäckerei den Verkehrsfluss lahmzulegen“, so die BWL. Stehe nach kurzer Zeit ein zweiter Bäckereibesucher an der „Edeka-Ampel“ werde durch die erneute Rotphase der Verkehrsfluss immens belastet. „Wir beobachten permanent, dass zum einen der Verkehrsfluss der Opladener Straße gestört, zum anderen der Verkehr aus der Straße Rothenberg kommend empfindlich getroffen wird“, sagt Andrea Hein.
Oft könne kein einziges Auto stadtauswärts Richtung Autobahn fahren, weil die Kreuzung verstopft sei. Die BWL erinnert in dem Zusammenhang an das Thema Klimaschutz.
Zwar seien neue Projekt auf den Weg gebracht worden, wie die Regionale Klimawandelvorsorge-Strategie in der Region Köln und Bonn. Und auch an anderen klimaschonenden Projekten werde gearbeitet. „Es ist jedoch auch sinnvoll, neben diesen großen Projekten den Ist-Zustand Leichlingens zu betrachten und verminderten
CO2 -Ausstoß durch einen verbesserten Verkehrsfluss während der Hauptverkehrszeiten zu erreichen.
Bereits vor gut einem Jahr hatte die Bürgerliste die Problematik aufgegriffen. Geändert habe sich nichts. In einem Schreiben an Bürgermeister Frank Steffes appelliert die BWL, sich mit Straßen NRW eine für eine Lösung „des unhaltbaren Zustands“ einzusetzen. (JAN)
