Entwicklungshelfer aus LeichlingenVerdienstkreuz für Einsatz in Tansania

Fred und Renate Heimbach bei der Übergabe des Verdienstkreuzes durch Landrat Stephan Santelmann.
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Leichlingen – Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in der Entwicklungshilfe hat Fred Heimbach aus Leichlingen das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Landrat Stephan Santelmann überreichte die hohe Auszeichnung dem promovierten Biologen, der sich in engem Kontakt zu tansanischen Behörden und Politikern zum Experten für Entwicklungshilfeprojekte in Ostafrika entwickelt hat. Sogar das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben die Ehrung unterstützt.
Der Leichlinger hat sich bereits während seines Biologiestudiums mit einem Kommilitonen aus Tansania angefreundet. 1988 reiste er zum ersten Mal nach Ostafrika. Dabei wurde die Idee geboren, vor Ort ein Hilfsprojekt zu etablieren. Es entstand das Projekt KIUMA - „Kanisa la Upendo wa Kristo Masihi“, was auf Deutsch: „Kirche der Liebe Christi“ bedeutet. Mit Hilfe dieses Projektes sollte im Heimatdorf seines Studienfreundes ein kommunales Entwicklungszentrum von Einheimischen für Einheimische aufgebaut werden.
Hilfe für Einheimische
Von 1996 bis 2013 begleitete Heimbach das Vorhaben als ehrenamtlicher Projektverantwortlicher der deutschen Partnerorganisation „Wort und Tat“ sowohl von Deutschland aus als auch vor Ort. In dem abgeschiedenen Dorf entstanden im Laufe der Jahre eine Handwerkerschule, ein Buschkrankenhaus, eine Landwirtschaftsstation, eine Sekundarschule, eine Krankenpflegeschule und eine Lehrerausbildungsstätte.
Sein ehrenamtliches Engagement setzte Heimbach jedoch auch nach 2013 fort und gründete 2014 Upendo, den „Verein zur Förderung von Entwicklungsprojekten in Afrika“. Er unterstützt ebenfalls Ausbildungs- und Gesundheitsprojekte in verschiedenen Orten in Tansania.
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„Dem Leichlinger ist es besonders wichtig, den hilfsbedürftigen Menschen vor Ort nicht westliche Wertvorstellungen aufzudrängen, sondern ihnen unter Berücksichtigung der besonderen kulturellen Gegebenheiten Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten“, erläuterte der Landrat bei der Ordensverleihung, dass die geförderten Projekte bei den Einwohnern eine hohe Akzeptanz erfahren.
Als Vorsitzender fliegt Fred Heimbach viermal jährlich nach Tansania, um die Projektfortschritte zu verfolgen. Wichtige Projektpartner dort sind die Eclat-Stiftung, welche Bildungs- und Frauenprojekte für die Massai-Bevölkerung betreibt, und die Pams-Foundation, die sich dem Schutz von Natur und Wildtieren widmet. In der evangelischen Kirchengemeinde Rupelrath leitet Heimbach zudem einen Seniorenkreis.


