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Erdbeerfest in LeichlingenErdbeeren soweit das Auge reicht

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Präsentieren stolz ein frisches Blech voller Erdbeerkuchen: Brigitte Vater, Claudia Vogel und Ulli Klein (von links).

Leichlingen – Das Treiben an der Leichlinger Ortschaft Trompete hat alles, was ein gutes Fest haben muss: Stimmung, Pommes und kühles Bier. Und natürlich Erdbeeren, denn das Erdbeerfest trägt seinen Namen nicht zu Unrecht. Wo man auch hinschaut, sieht man das rote Rosengewächs, verarbeitet zu Bowle, als Kuchenbelag oder einfach pur mit Sahne.

"Und die Erdbeeren kommen tatsächlich zu hundert Prozent aus Leichlingen. Wir haben vorsichtig bei den Bauern angefragt, aber es war trotz der schlechten Witterung kein Problem, genug zu bekommen", sagt Karl Krapp. Er ist Ehrenvorsitzender des Schützenvereins Trompete, der das Erdbeerfest zum 34. Mal ausrichtete.

Tradition ist wohl das richtige Wort wenn man von Leichlingen und Erdbeeren spricht, denn Erdbeeren wachsen besonders gut auf sandigen Böden. Und die sind in Leichlingen leicht zu finden, worauf auch so mancher Straßenname wie "Am Sandberg" hinweist. "Früher gab es hier große Erdbeerfelder", erinnert sich Krapp. "Und es fanden große Obstauktionen in Leichlingen statt. Ganz am Ende der Saison gab es dann die Erdbeerkirmes mit Karussells. Das war noch vor dem Zweiten Weltkrieg..." Eine genaue Zahl weiß der Schützenverein nicht zu nennen, aber es werden wohl mehrere Zentner Erdbeeren verarbeitet. Allein 1536 Stücke Erdbeerkuchen stehen zum Verkauf.

Diese Massen an Früchten werden in einem Schuppen neben dem Festgelände von Michaela Büttgenbach und ihren sieben Kolleginnen vorbereitet. Den ganzen Tag wird gewaschen und geschnippelt. Ob man da am Ende des Tages überhaupt noch Lust auf Erdbeeren hat? "Absolut! Und gerne darf es auch mal eine zwischendurch sein."

Bei soviel Hingebung für die Frucht freuen sich am Ende auch die Gäste über das Angebot. "Es ist einfach toll", sagt Monika Morwinski aus Leverkusen. "Der Erdbeerkuchen ist lecker, die Erdbeerbowle auch. Da kann man sich so richtig satt essen." Ähnlicher Meinung ist Andrea Jorns. Auch sie findet das Erdbeerfest gelungen. Und obwohl sie sich erstmal an Pommes hält, geht auch sie mit zwei Kilo Erdbeeren im Gepäck nach Hause.

Die traditionelle Erdbeerkönigin will aber keine von beiden werden.

Dafür muss man an einem Quiz teilnehmen. Dem Gewinner winken die Königswürde, ein Frühstückskorb und die Teilnahme an den Vereinsveranstaltungen. In diesem Jahr sind Ursula Korthauer und Hilmar Schröter die Glücklichen. Doch nur ein Jahr hält der Königstitel, denn Karl Krapp kann mit Gewissheit sagen: "Auch dann wird es wieder ein Fest geben."