Der Grundstein für den Neubau der Leichlinger Doppel-Sporthalle in der Balker Aue, die schon in einem Jahr eröffnet werden soll, wurde gelegt.
Balker AueIm Grundstein der Sporthalle überdauern Leichlinger Wildblumen die Zeiten

Bürgermeister Frank Steffes und Amtsleiter Stephan Bergmann von der Gebäudewirtschaft füllen den Grundstein mit Mörtel.
Copyright: Hans-Günter Borowski
Die ersten Gräben sind gezogen, in die Schächte fließt frischer Beton und etliche grüne Leerrohre sind schon verlegt, ihre offenen Enden ragen aus dem Boden, auf dass es oben bald weitergehe: Im Schatten des aufgebauten großen Krans ist der Neubau der Turnhalle im Sportzentrum Balker Aue mit Tempo vorangegangen.
Acht Wochen nach dem symbolischen ersten Spatenstich Ende Dezember konnte am Mittwoch die Grundsteinlegung für das 13-Millionen-Projekt der Stadt gefeiert werden. In einer gemauerten Kammer, die später unter dem Foyer der Doppelsporthalle liegen wird, ist nach traditionellem Brauch eine Kassette mit Zeitdokumenten versenkt worden.

Auf der Baustelle für die neue Sporthalle in der Balker Aue kann dank des guten Wetters zügig gearbeitet werden.
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Das Datum der Grundsteinlegung, das Apfellogo der Blütenstadt, der Firmenschriftzug des Bauunternehmens Goldbeck und bereits die Adresse der Halle, Oskar-Erbslöh-Straße 26c, stehen auf dem Deckel der gravierten Metallkiste. Was drinnen liegt, sahen nur an diesem Tag die Gäste aus Politik, Verwaltung und Baufirmen, bevor die Schatztruhe mit vier Schrauben verschlossen wurde.

In der Metallkassette im Grundstein liegen Ratsbeschluss, Tageszeitungen und Blumensamen.
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In der Zeitkapsel befinden sich der Baubeschluss des Stadtrates aus dem Jahr 2018, die beiden örtlichen Tageszeitungen vom 15. Februar 2023 und einige Blumensaat-Tütchen der Blütenstadt für Wildwiesen. Warum Blumensamen? Bürgermeister Frank Steffes: „Vielleicht werden es die Menschen, die diese Kapsel einmal öffnen, als Sinnbild für den nachhaltigen und ökologisch durchdachten Charakter dieses Gebäudes werten. Andernfalls wird es ihnen vielleicht einfach nur eine Freude bereiten.“
Sollten künftige Generationen die Beigaben tatsächlich finden, wäre dies allerdings schlecht für die Sporthalle. Denn dann wäre sie vermutlich zusammengestürzt oder abgebrochen. Steffes und Stephan Bergmann, der Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft, vergruben die gravierte Kassette mit Maurerkellen unter einer Eimerladung Mörtel. Im Fußboden der Halle soll eine Platte an der Stelle an den Schatz im Untergrund erinnern.

Der gravierte Deckel der Kassette mit den Daten der Grundsteinlegung und der Adresse der neuen Sporthalle.
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Das gute Wetter beflügelt den Baufortschritt, der bislang durch keine Probleme gestört wurde. Die vom Architekturbüro Dohle und Lohse entworfene zweistöckige Doppelsporthalle soll planmäßig im Frühjahr 2024 fertig sein. Sie wird zwei Spielfelder, eine Tribüne mit 200 Sitzplätzen, Fitness- und Kraftraum, begrünte Dächer mit Photovoltaikanlage, eine Regenwasserzisterne und ein großzügiges Foyer mit Atrium haben. Im Nebengebäude entstehen Umkleiden für den Außensport und eine Hausmeister-Wohnung.
Die Entstehung des Neubaus kann man, wenn die Webcam installiert ist, demnächst über einen Link auf der Homepage der Firma Goldbeck verfolgen. Bürgermeister Steffes würdigte die Halle, zwei Wochen nach der Eröffnung des neuen Leichlinger Hallenbades und nach der Sanierung der Sekundarschul-Halle, als nächsten wichtigen Schritt zur Wiederbelebung des Leichlinger Sport- und Freizeitangebots, das unter den Corona-Beschränkungen und den darauf folgenden Zerstörungen der städtischen Infrastruktur beim Hochwasser 2021 gelitten hat.

