Ende nach der ProbezeitAndrea Murauer ist ihren Job in Langenfeld wieder los

Stadtplanerin Andrea Murauer
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Leichlingen – Auf der Homepage der Stadt Langenfeld wird sie noch als Leiterin des Fachbereichs 5 Stadtentwicklung geführt. Doch das ist Andrea Murauer inzwischen nicht mehr: Der Wechsel vom Leichlinger Rathaus zur Baubehörde der Nachbarstadt hat ihr kein Glück gebracht. Die Stadtverwaltung hat sich nach Ablauf der halbjährigen Probezeit wieder von ihrer Führungskraft getrennt. Ihre Stelle ist bereits neu ausgeschrieben worden.
Ende September 2020 hatte Andrea Murauer die Leichlinger Stadtverwaltung überraschend verlassen. Sie war hier seit 2015 Fachbereichsleiterin für Bauen und Wohnen und als solche für Stadtplanung, Bauordnung, Gebäudewirtschaft, Liegenschaften und Denkmalschutz zuständig. Zuvor war die studierte Architektin in Hilden und Wuppertal tätig.
Aufstieg gestoppt
Von ihrem Wechsel ins nach der Einwohnerzahl doppelt so große und schuldenfreie Langenfeld, wo sie mit ihrer Familie seit 20 Jahren auch wohnt, hatte sie sich einen beruflichen Aufstieg in einem noch breiteren Aufgabenfeld versprochen, das bis hin zu Wirtschaftsförderung, Citymanagement und der Geschäftsführung der Stadtentwicklungsgesellschaft reicht. Doch offenbar stimmte die Chemie nicht. Nähere Gründe für die Trennung wurden nicht mitgeteilt. Ihre mit A16 dotierte Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt neu ausgeschrieben worden.
Fachbereichsleitung verwaist
Und auch die Lücke, die Andrea Murauer in Leichlingen hinterlassen hat, ist immer noch nicht geschlossen. Mehrere Versuche, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für die in der kleineren Blütenstadt nur mit Entgeltgruppe 14 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst versehene wichtige Führungsposition zu finden, sind mangels geeigneter Bewerber bisher gescheitert. Aktuell ist die „Fachbereichsleitung 3“ mit den Ämtern Stadtplanung, Gebäudewirtschaft und Bauordnung und rund 40 Mitarbeitenden erneut ausgeschrieben.
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Bewerbungen von Architekten, Stadtplanern und Bauingenieuren mit Verwaltungs- und Führungs-Erfahrung sind bis zum 30. April willkommen. Und Murauers Nachfolgerin darf gerne wieder eine Frau sein: „Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Frauen bevorzugt berücksichtigt“, heißt es standardmäßig in den Ausschreibungstexten der Blütenstadt, die sich die Erhöhung des Frauenanteils in der Belegschaft auf die Fahnen geschrieben hat und Frauen daher nachdrücklich auffordert, sich zu bewerben.



