Das neue Stadtentwicklungskonzept soll Leichlingens Zukunft für Fördermittel rüsten.
ISEK statt InHKLeichlingen plant seine Zukunft neu

Leichlingen, die neue Henley-Brücke vom Marktplatz aus gesehen
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Der Weg für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) ist frei. Der Leichlinger Stadtrat hat am Mittwochabend beschlossen, dass das Integrierte Handlungskonzept „Zukunft für Leichlingen“ (InHK) zu einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) fortgeschrieben und weiterentwickelt werden soll. Bei dem Isek handelt es sich ebenso wie beim InHK um einen Zukunftsplan für die Blütenstadt. Das InHK aus 2018 war allerdings mittlerweile überholt.
Schließlich wurden seitdem zwar viele Einzelmaßnahmen umgesetzt, die Rahmenbedingungen haben sich aber grundlegend verändert. So stehen aktuell drei Großprojekte an: der Neubau des Schulzentrums „Am Hammer“, der Rathausneubau und die Planung eines Kulturzentrums mit Stadtbücherei. Hinzu kommt noch, dass die Flut im Jahr 2021 Hochwasserschutz erfordert hat. Außerdem haben sich laut Stadtverwaltung die Bedürfnisse für Einzelhandel und Mobilität verändert.
Ganzheitliche Zukunftsvision für Leichlingen
Der Verwaltung ist im neuen Isek besonders wichtig, dass Schulzentrum, Rathaus und Kulturzentrum nicht als isolierte Bauprojekte betrachtet werden, sondern es einen gemeinsamen städtebaulichen Rahmen gibt. Sonst bestünde die Gefahr von teuren Doppel- oder Fehlplanungen. Das Isek soll nun eine ganzheitliche Zukunftsvision für Leichlingen abbilden, die städtebauliche, soziale, wirtschaftliche, ökologische, kulturelle und verkehrliche Interessen bündelt.
Konkret verbirgt sich hinter dem Konzept ein achtschrittiger Stadtentwicklungsplan: Nach einer Evaluation und Bestandsaufnahme durch ein Planungsbüro, würde ein Leitbild kreiert werden, das zeigt, wie Innenstadt, Stadtpark und Schulzentrum zukünftig als Einheit funktionieren könnten. Anschließend sollen Großbaustellen aufeinander abgestimmt, Mobilitätswege geplant, Hitze- und Hochwasserschutz mitgedacht und Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. So soll schließlich ein konkreter Maßnahmenkatalog entstehen, in dem feststeht, was gebaut wird und wie es finanziert wird.
Wenn wir die Förderung für Leichlingen bekommen, kommt das auch Witzhelden zugute
Im Rat am Mittwochabend gab es vor allem Diskussionen über den Schwerpunkt des Isek. Die Bürgerliste Witzhelden-Leichlingen (BWL) machte deutlich, die nächste Fortschreibung dürfte nicht wieder für Leichlingen sein. Stattdessen solle das Konzept für Witzhelden umgeschrieben werden. Man müsse „die Prioritäten auch mal in Richtng Witzhelden verschieben“, so die Fraktion. Bürgermeister Maurice Winter machte deutlich: „Wenn wir die Förderung für Leichlingen bekommen, kommt das auch Witzhelden zugute.“
Nach dem Beschluss am Mittwoch, ist die Verwaltung nun beauftragt, die Vorbereitungen für das Isek einzuleiten. Für die Erstellung des Konzepts soll ein externes Planungsbüro eingebunden werden. Die Kosten für Planung und Beratung schätzt die Stadt auf 30.000 bis 50.000 Euro und hat deswegen 30.000 Euro für das Vorhaben in den Haushalt für 2027 eingeplant. Das nun beschlossene Konzept ist zentrale Voraussetzung für die Beantragung von Städtebaufördermitteln von Land, Bund und EU. Ob das Isek aber tatsächlich gefördert wird, ist noch nicht sicher.