Die Satzung über die Kosten für Kita-Betreuung in der Blütenstadt soll neu erarbeitet werden.
Kita-BetreuungStadt Leichlingen will Elternbeitragssätze um fünf Prozent erhöhen

Die Stadt Leichlingen will die Elternbeitragssätze für Kitabetreuung, hier die Einrichtung an der Uferstraße, erhöhen.
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Die Stadt Leichlingen will die Beitragssätze für Kita-Betreuung in der Blütenstadt um fünf Prozent erhöhen. Die derzeitigen Sätze stammen noch aus dem Jahr 2015, seitdem sind die Kosten für Kita-Betreuung in Leichlingen nicht angepasst worden, so die Stadt. Allerdings seien die Kosten für Betreuung gestiegen. „Die moderate Erhöhung ist notwendig, um die steigenden Betreuungskosten abzubilden und die Finanzierbarkeit der Leistungen sicherzustellen“, so die Stadt.
Die Fünf-Prozent-Erhöhung soll ab dem kommenden Kitajahr 2026/2027 gelten, bestehen bleiben soll die Staffelung nach Kindesalter, Betreuungsumfang und Einkommen der Eltern. Orientiert habe man sich an den aktuellen landesweiten Durchschnittswerten. Und trotz der Erhöhung liege man in den meisten Fällen unter dem Mittel. „Damit bleibt die Erhöhung im Vergleich familienfreundlich.“
Voraussichtlich ab 2027/2028 werde das Kinderbetreuungsgesetz (Kibiz) reformiert. Die Betreuungszeiten werden dann vermutlich in Fünfer-Schritten buchbar sein. Deshalb müsse die Staffelung der Elternbeiträge ohnehin überarbeitet werden. Eine komplette Neufassung der Satzung wäre für das Kitajahr 2028/2029 vorgesehen, so die Stadt. Dabei wolle man besonders auf „Belastungsgerechtigkeit und Chancengleichheit“ achten, vielleicht könne man auch die Einkommensgrenze anheben, ab der Eltern überhaupt Kitabeiträge zahlen müssen.
Leichlingen liegt unter dem NRW-Schnitt
Es gibt 14 Einkommensstufen bei den Elternbeiträgen in Leichlingen. Die unterste Stufe liegt bei einem Jahreshaushaltseinkommen von bis zu 20.000 Euro. Sowohl in der noch geltenden als auch in der vorgeschlagenen Fassung müssen Eltern in dieser Stufe nichts für die Kitabetreuung zahlen. Der Höchstsatz gilt für Eltern, die mehr als 130.000 Euro im Jahr verdienen. Aktuell zahlen die für eine 15-Stunden-Betreuung pro Woche für ein zwei- oder dreijähriges Kind 493,75 Euro. Dem neuen Vorschlag nach sollen es 518 Euro sein.
Eltern, die 60.000 bis 70.000 Euro im Jahr verdienen, sollen für eine 45-Stunden-Betreuung für ein Kind unter zwei Jahren künftig 241 Euro im Monat bezahlen. Bislang zahlen sie für diesen Betreuungsumfang 229,50 Euro. In der Einkommensstufe zwischen 40.000 und 45.000 Euro kostet die 25-Stunden-Betreuung für Kinder unter zwei Jahren 72 Euro im Monat, ab Sommer sollen es 76 Euro sein.
Ein weiteres Beispiel: Wer zwischen 80.000 und 90.000 Euro brutto im Jahr verdient, muss bisher für bis zu 35 Stunden in der Woche für sein Kind ab drei Jahren 233 Euro bezahlen. Dem neuen Vorschlag nach sollen es ab 2026/2027 245 Euro sein.
Zur Einordnung: Das Deutsche Jugendinstitut und die Technische Universität haben herausgefunden, dass ein 45-Stunden-Kita-Platz in NRW (U2 und U3) im Durchschnitt 507 Euro kostet, wenn die Eltern mehr als 100.000 Euro verdienen. In Leichlingen liegt der Beitrag mit 469 Euro (U2) und 391 Euro (U3) deutlich darunter.
Die Vorlage steht auf der Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses am 18. Juni.
