SPD, Grüne, Bürgerliste, Volt und FDP bringen eine Idee auf den Tisch, die auch schon im Wahlkampf hier und da zu hören war.
AntragWie Leichlinger Ratsfraktionen das Parkdilemma in der Innenstadt lösen wollen

Die Parkplatzsituation in der Leichlinger Innenstadt, hier im Brückerfeld, ist bereits seit geraumer Zeit Thema vieler Diskussionen.
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Die Parkplatzsituation in der Leichlinger Innenstadt ist bereits seit geraumer Zeit Thema vieler Diskussionen. Bürgerinnen und Bürger und vor allem Einzelhändler beklagen, dass zuletzt immer mal wieder öffentliche Parkflächen weggefallen sind. Gleichzeitig gibt es auch die, die sich über zu viel Verkehr in der Stadt beklagen – vor allem Radfahrer und Fußgänger.
Die Ratsfraktionen von SPD, Grünen, Bürgerliste, Volt und FDP-Ratsvertreter Frederik Käding wagen nun einen Lösungsvorschlag, der schon im Wahlkampf immer mal wieder zu hören war: Quartiersparkhäuser. Konkret: „An der Parkpalette Brückerfeld/Wallgraben und am P+R-Platz am Bahnhof sollen moderne und Quartiers-Parkhäuser in Leichtbauweise entstehen.“
Der Antrag soll eine Antwort auf die „zunehmenden Probleme beim Parken in der Innenstadt“ sein, formulieren die Mandatsträger. Sicher, hell und gut erreichbar sollen die neuen Parkmöglichkeiten sein. Die Antragssteller versuche offenbar, den Spagat zwischen dem Bedarf nach Parkraum und nachhaltiger Mobilität hinzubekommen, die Quartierparkhäuser sollen nämlich „Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge, hochwertige Fahrradabstellanlagen und die Option begrünter Fassaden und Dächter“ bekommen. Die neuen, klimaneutralen Bauwerke sollen „die Grundlage für eine moderne und zukunftsfähige Mobilitätsentwicklung in Leichlingen“ sein.
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Im Moment erleben viele Menschen vor allem eines: Parkplätze verschwinden – aber neue entstehen nicht
Es gehe den Politikerinnen und Politikern darum, „Mobilität in Leichlingen verlässlich und zukunftsfähig zu gestalten“. SPD, Grüne, Bürgerliste, Volt und FDP kommen im Stadtrat auf 19 von 38 Mitgliedern. Also genau die Hälfte. Damit der Antrag durchkommt, müsste mindestens eine Person von CDU, AfD oder der Linken-Vertreter Klaus Reuschel-Schwitalla zustimmen.
Martin Steinhäuser, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, teilt zur Idee mit: „Im Moment erleben viele Menschen vor allem eines: Parkplätze verschwinden – aber neue entstehen nicht.“ Er erhofft sich, dass die neuen Parkmöglichkeiten die Innenstadt stärken. Christian Paulitz-Erdmann, Grünen-Fraktionschef, verspricht sich davon, den Parkraum zu bündeln, „neue Möglichkeiten für eine attraktivere und lebendigere Nutzung der Innenstadt“.
SPD-Fraktionsvorsitzender Dominik Laufs ergänzt, dass die Quartiersparkhäuser auch für Pendlerinnen und Pendler attraktiv seien: „Parken darf nicht durch kurzfristige Einzelentscheidungen immer schwieriger werden.“
Im Antrag heißt es weiter: „Wenn Parkraum an geeigneten Orten gebündelt und gelenkt wird, entstehen an anderer Stelle neue Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zur Stärkung von Fuß- und Radverkehr.“ Aber auch das Auto als wichtiges Verkehrsmittel solle dabei nicht vernachlässigt werden.

