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Aus InHK wird IsekLeichlingen will Planungen für Stadtentwicklung überarbeiten

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Die Umgestaltung des Schulzentrums ist sicher das größte Projekt für Leichlingen seit Jahrzehnten.

Die Umgestaltung des Schulzentrums ist sicher das größte Projekt für Leichlingen seit Jahrzehnten.

„Zukunft für Leichlingen“ heißt das noch geltende Integrierte Handlungskonzept. Es stammt aus dem Jahr 2018.

Was nach einem sperrigen formalen Akt klingt, ist doch ein bedeutender Beschluss, den die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses am Montag, 21. September, und in der Folge der Stadtrat fassen sollen: Aus dem Integrierten Handlungskonzept (InHK) für Leichlingen soll ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (Isek) werden.

Ein solches Konzept legt im Grunde den Rahmen dafür fest, wie Leichlingen in Zukunft aussehen soll. Es geht darum, „städtebauliche, soziale, wirtschaftliche, ökologische, kulturelle und verkehrliche Belange“, wie es in der Vorlage heißt, zu einer Gesamtstrategie für die Blütenstadt zusammenzufassen. Zu einem stimmigen Bild, das möglichst alle Faktoren der Stadtentwicklung umfasst. Die Stadt beschreibt das so: „Ziel ist kein bloßer Projektkatalog, sondern ein umsetzungsorientiertes Gesamtkonzept, das Einzelentscheidungen vorbereitet, Abhängigkeiten transparent macht, Synergien nutzt und Fehl- oder Doppelplanungen vermeidet.“

Nötig ist der neue Großaufschlag, weil das bestehende Konzept, das den Namen „Zukunft für Leichlingen“ trägt, überholt ist. Der Beschluss stammt aus dem Jahr 2018. Seitdem, so die Stadt, habe man gewisse Dinge umgesetzt wie die Umgestaltung des Neuen und Alten Stadtparks, andere bisher nicht wie die Umgestaltung des Brückerfelds. Klar ist aber natürlich: Seit 2018 hat sich viel verändert. Und eine Evaluierung sei nach vier oder fünf Jahren ohnehin geplant gewesen. 

Seit der Erarbeitung des InHK haben sich die städtebaulichen, funktionalen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der Innenstadt wesentlich verändert.
Stadt Leichlingen

„Seit der Erarbeitung des InHK haben sich die städtebaulichen, funktionalen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der Innenstadt wesentlich verändert“, schreibt die Stadt. Was die Verwaltung unter anderem meint: Das Schulzentrum Am Hammer wird komplett neu geplant, das womöglich größte Projekt Leichlingens seit Jahrzehnten. Das war 2018 noch nicht abzusehen und wird massive Auswirkungen haben. Zum Beispiel auf Schulwege, Sportflächen und die Anbindung an die Innenstadt.

Auch der notwendige Rathausneubau gehört zu diesen veränderten Rahmenbedingungen, dazu „die beabsichtigte Entwicklung eines Kulturzentrums mit Stadtbücherei als zentraler Bildungs-, Begegnungs- und Veranstaltungsort“, strukturelle Veränderungen im Einzelhandel sowie in den Mobilitätsbedürfnissen und im Hinblick auf Inklusion und Generationengerechtigkeit. Dazu kommt das Hochwasser 2021, das vor Augen geführt hat, wie wichtig für die Stadt Hochwasservorsorge und die Anpassung an den Klimawandel sind.

Zwar gibt es im InHK einzelne Projekte zum Rathaus, zum Kulturzentrum, zum Schulzentrum und zu Mobilität, so die Verwaltung. Aber: „Die damaligen Annahmen und Projektstände bilden die heutige Situation jedoch nicht mehr hinreichend ab.“ Was ein Isek ebenfalls laut Stadt erforderlich macht: Nur mit einem beschlossenen Konzept kommt man an bestimmte Förderungen von Land, Bund und EU ran.

Neues Schulzentrum als Grundlage

Zur inhaltlichen Ausrichtung schreibt die Stadt über das Isek: „Schulzentrum, Rathaus, Kulturzentrum und Stadtbücherei sind nicht als voneinander unabhängige Hochbauvorhaben zu betrachten. Sie erzeugen erhebliche Besucher-, Schüler- und Beschäftigtenverkehre, benötigen leistungsfähige und sichere Wegeverbindungen, beeinflussen Parkraumbedarf und Aufenthaltsqualität und können als öffentliche Anker erhebliche Impulse für Handel, Gastronomie und das gesellschaftliche Leben auslösen.“

Der bereits beschlossene Standort für das Schulzentrum „Am Hammer“, genauer gesagt dessen Verbleib dort, soll feste Grundlage sein. Die noch offenen Standorte für Rathaus und Kulturzentrum mit Stadtbücherei sollen eingebettet werden, auch wenn bisher nicht feststeht, wo sie entstehen sollen.

Welches Gebiet das Isek genau umfassen wird, ist noch nicht klar, das soll analysiert werden. Begleitet werden soll der Prozess von einem externen Planungsbüro. In der Verwaltung soll eine Projektgruppe eingerichtet werden. 30.000 Euro sind dafür im vorliegenden Haushaltsentwurf beantragt. Möglicherweise könnte die Fortschreibung selbst auch in die Städtebauförderung einbezogen werden. Das muss die Stadt mit der Bezirksregierung klären.

Mit dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Beschluss setzt die Politik den Startpunkt für den gesamten Prozess. Er sieht die Fortschreibung des InHK zum Isek vor und – sollten die Haushaltsmittel so bewilligt werden – den Auftrag an die Verwaltung, erste Schritte einzuleiten und ein Planungsbüro einzubinden. Informationen und Beschlüsse über Details werden dann Teil des weiteren Verlaufs, ebenso wie Öffentlichkeitsbeteiligungen.