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Leichlinger Einrichtung in FinanznotQuartierstreff befürchtet die Schließung

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Hilde Cordes (r.) und Sabine Rauh, die Leiterinnen des Leichlinger Quartierstreff-s in der Gartenstraße 4.

Leichlingen – Dem Quartierstreff in der Gartenstraße droht die Schließung. Am Mittwoch schlugen Hilde Cordes und Sabine Rauh Alarm: „Kurz vor den Sommerferien haben wir erfahren, dass es keine weitere Finanzierung des Quartierstreffs durch Fördermittel geben wird. Das bedeutet das Aus des Leichlinger Quartierstreffs spätestens zum 31. Dezember diesen Jahres“, teilten die Leiterinnen des Nachbarschaftstreffs mit.

Unterschriftensammlung im Internet läuft schon

Aus dem Kreis der Besucher ist bereits eine Online-Petition gestartet worden, die Unterschriften für den Erhalt der Einrichtung sammelt, die Heimat des Reparaturcafés und vieler Gruppentreffen ist. „Mit dem Unterschreiben der Petition können Sie die politisch Verantwortlichen aufrütteln, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um den Quartierstreff in seinem Bestand zu erhalten“, hoffen Rauh und Cordes, dass die Schließung auch mit Unterstützung dieser Kampagne noch verhindert werden kann.

Gerade erst hat das Quartiers-Team nach der langen Schließung wie berichtet mit zwei Kunstaktionen sein neues Sommerferien-Programm gestartet. Nun werden die schon länger bekannten finanziellen Probleme bedrohlich akut. Bereits Ende Mai war die bisherige Projektförderung durch die Stiftung Wohlfahrtspflege ausgelaufen. Sie hatte gemeinsam mit dem Träger, dem evangelischen Altenzentrum Hasensprungmühle der Diakonie, die Anschub-Finanzierung gewährleistet.

Diakonie und Stadt wollen helfen

Der Anteil der Stiftung an den Betriebs- und Personalkosten war in den ersten drei Jahren von 90 auf zuletzt 50 Prozent gesunken. Die Rheinische Gesellschaft der Diakonie war eingesprungen und hat die Hälfte der jährlich rund 100 000 Euro übernommen. Auch der Stadtrat hatte dem Quartierstreff seine Unterstützung versichert und für den Fall finanzieller Not ebenfalls wie das Diakoniezentrum bereits im November 2019 als Rettungsschirm eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 20 000 Euro gewährt.

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Nun, da ein neuer Förderantrag beim Deutschen Hilfswerk keinen Erfolg hatte, müssen im Rathaus neue Überlegungen angestellt werden, wie die Arbeit übers Jahresende hinaus gesichert werden kann. „Langfristig muss es das Ziel sein, in eine Regelfinanzierung zu kommen“, hatte Stanislaus Stegemann, der Leiter der Hasensprungmühle, schon im Januar gesagt. Er meinte damit eine dauerhafte Finanzierung aus öffentlichen Mitteln von Stadt und Land.

Die Online-Petition zum Erhalt des Quartierstreffs findet man unter dem folgendem Link:

https://www.petitionen.com/quartierstreff-leichlingen