Am 12. und 13. September feiert der Luftsportclub Leverkusen wieder Flugplatzfest am Kurtekotten.
Umgehende Anmeldung erforderlichEin Rundflug mit der historischen Junkers F13 über Leverkusen

Der Co-Pilot am Steuerknüppel im offenen Cockpit der „Junkers F13“. Durch ein kleines Fenster können die Passagiere ihm über die Schulter blicken. Sie sitzen in einer geschlossenen Kabine.
Copyright: Gregor Kaluza/Junkers Flugzeugwerke AG
Das Flugplatzfest des Luftsportclubs Leverkusen (LSC) am Kurtekotten ist immer ein echtes Spektakel für alle Liebhaberinnen und Liebhaber des Fliegens. Segel- und Kunstflieger, Modellflugzeuge und Vorführungen historischer Maschinen sorgen jedes Jahr für einen ordentlichen Besucherandrang auf dem LSC-Gelände.
Für Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, jeweils von 10 bis 18 Uhr, laden die Luftsportfreunde wieder ein. „Freut Euch darauf, unsere Flugzeuge aus nächster Nähe zu betrachten, unsere fachkundigen Mitglieder zu allen brennenden Fragen zu befragen und mit unseren ausstellenden Gästen – sowohl aus dem Luftsport als auch aus anderen Bereichen – in Kontakt zu treten“, heißt es von den Veranstaltern.
Ein besonderer Hingucker sind auch dieses Jahr wieder die historischen Maschinen. Etwa die originalgetreuen Nachbauten der Junkers F13. 1919 in Dessau ist das erste Passagierflugzeug, das aus Duraluminium gebaut worden war, erstmals abgehoben. Die Legierung ist vorwiegend aus Aluminium (mehr als 90 Prozent) sowie Kupfer, ein wenig Magnesium, Mangan und Silizium. Letzteres ist kaum schwerer als Aluminium, wird aber deutlich härter. Das Deutsche Museum in München schreibt darüber: „Die F13 war das erste aus Metall gefertigte Passagierflugzeug – im Juni 1919 eine Weltneuheit.“

Bernd Huckenbeck ist Vorsitzender des Vereins Junkers Luftverkehr (VJL).
Copyright: VJL/Gregor Kaluza
In den 1920er-Jahren wurde das Flugzeug für vier Passagiere in einer geschlossenen Kabine sowie mit offenem Cockpit für Pilot und Mechaniker oder Co-Pilot genutzt. Auch als Frachtflieger kam die Junkers F 13 zum Einsatz. Flugfähige Oldtimer der F13 gibt es nicht mehr, die Originalmaschinen sind nur noch im Museum zu finden.
Allerdings orientierten sich die Nachbauten äußerlich sehr eng an der Konstruktionsweise, heißt es von den Veranstaltern. Die Hülle ist aus Duraluminium-Wellblech gebaut und die Ausstattung der Passagiermaschine sei den Originalen ebenfalls eng nachempfunden.

Gepolsterte Ledersitze in der Passagierkabine sorgen für bequemen Sitzkomfort während des Flugs mit der „Junkers F13“.
Copyright: Ugo Vincenzi
Zum Fliegen nutzen die Nachbauten natürlich aber zeitgemäße Technik: „Im Cockpit kommt moderne Avionik zum Einsatz, um heutigen Sicherheitsanforderungen zu genügen. Angetrieben wird die Maschine von einem modernen Sternmotor.“ Die Nachbauten sind rund zehn Meter lang, haben eine Spannweite von knapp 15 Metern und können zwei Personen im halb offenen Cockpit und vier Fluggäste in der beheizten, geschlossenen Kabine befördern. Auf dem Flugplatzfest werden es aus Gewichtsgründen aber maximal drei sein.
Bernd Huckenbeck ist der Vorsitzende des Vereins Junkers Leverkusen. Er sagt: „Wir sehen die F13 als fliegendes luftfahrttechnisches und verkehrsgeschichtliches Kulturgut.“ Aus luftfahrtrechtlichen Gründen könne allerdings nur mitfliegen, wer Mitglied im Verein ist. Stichtag dafür ist Donnerstag, 13. August. Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Vereins.
Flugplatzfest Kurtekotten des Luftsportclubs Leverkusen, Kurtekottenweg 1, Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, jeweils von 10 bis 18 Uhr, Eintritt für Personen ab 16 Jahren zehn Euro, ab zehn Jahren fünf. Der Eintritt gilt für beide Tage. Karten bekommt man an der Tageskasse oder online.
https://www.edkl.de/flugplatzfest
