Abo

LivelingenEin „Waterloo“ erlebte das Festival in Leichlingen am Ende nur als Song

2 min
Die Abba-Coverband4 Swedes auf der Bühne.

Die Abba-Coverband 4 Swedes trat am letzten Konzerttag des Livelingen-Festivals auf und beendete einen gelungene, siebenteiligen Konzertreigen. 

Mit einem Konzert der Abba-Coverband 4 Swedes endete das dritte Livelingen-Festival, dessen Veranstaltende ein positives Fazit zogen. 

Der erste Song des Abends hatte thematisch rein nichts mit dem Festival zu tun, bei dem er erklang. Glücklicherweise. „Waterloo“ dröhnte nämlich aus den Lautsprechern. 4 Swedes, eine sich den weltberühmten Liedern der quasi noch weltberühmteren schwedischen Poplegende fast gleichen Namens widmende Band, stand auf der Bühne und legte gleich los. Aber das Livelingen-Festival 2023, das an diesem Abend seinen Abschluss fand, ist für die Veranstaltenden um Joshua und Lea Mers alles andere als ein Waterloo gewesen. „Es ist sehr, sehr gut gelaufen“, sagte Joshua Mers. Ein kleiner sommerlicher Triumph in einem Sommer, der bislang gefühlt nicht nach Triumph aussah, sondern eher mit Regen und miesem Wetter grüßte.

Fast 10 000 Musikfans bei sieben Konzerten

Eben deswegen war ja auch gleich das erste Konzert mit der Kölschen Coverband am 22. Juni aus- und wörtlich ins Wasser gefallen und durch dieses hinzugefügte am Ende der siebenteiligen Konzertreihe ersetzt worden, die am 29. Juni begonnen hatte. Alle anderen Abende – mit See You, The Juicy Souls, der Proms Coverband, Readymade, Van Baker & Band, Musixx – hatten planmäßig stattgefunden. Mit einem mehr als ordentlichen Zuschauerzuspruch. „Am ersten Abend waren schon gut 1000 Gäste da. Am zweiten ebenfalls. Und danach immer gut 1500“, erinnert sich Mers, der Livelingen 2021 erstmals ausgetragen und als zweite große Open-Air-Veranstaltung der Blütenstadt neben dem ebenfalls von ihm und seinem Grammo-Events-Team organisierten Grammo-Festival etablieren konnte. Am Ende kamen also fast 10 000 Menschen zu den Konzerten in den Stadtpark am Rathaus und ließen es sich gutgehen zwischen Bühne und Bierbuden, zwischen Popmusik und Leckereien.

Was noch erwähnenswert ist: Neben vielen Menschen aus Leichlingen seien auch Musikfans aus den umliegenden Städten und Kommunen vor Ort gewesen: „Wir hatten viele Leute aus Leverkusen, Solingen und Langenfeld hier.“ Das beweise: Das Livelingen-Festival zieht und überzeugt und bewegt die Menschen. Ein Umstand, auf dem sich aufbauen lässt, wenn es in den kommenden Jahren an die nächsten Auflagen geht. Ein Umstand, der versöhnlich stimmt – so wie es Song Nummer zwei am Abba-Abend tat, „Honey, Honey“, dem sämtliche bekannten Klassiker folgten und der eine Abschlussparty fernab von Waterloos und vernichtenden Niederlagen einleitete. Bis zum nächsten, vierten Mal in 2024 eben. Spätestens dann ist das Livelingen-Festival nach rheinischen Maßstäben gemessen ja ohnehin nicht mehr wegzudenken: Zweimal ist Tradition. Dreimal ist Brauchtum. Viermal ist so, als sei es seit der Antike nie anders gewesen. 

www.grammoevents.de