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Naturfreunde LeichlingenLinke wirft CDU, Grünen, FDP und BWL Machtmissbrauch vor

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Der Campingplatz. Das Gelände Am Block teilen sich die  Naturfreunde mit ihrer Mieterin, dem Verein und der gemeinnützigen Gesellschaft „Crew“.

Der Campingplatz der Leichlinger Naturfreunde

Es gibt Diskussionen wegen des drohenden Endes der Naturfreunde

Es wird diskutiert über die Naturfreunde in Leichlingen. Möglicherweise steht das Ende des über 110 Jahre alten Vereins bevor, weil sie ihr Gelände Am Block verlieren könnten. Womöglich müssen sie es noch in diesem Monat aufgeben. Das bedeutet auch, dass mindestens fünf Menschen obdachlos würden, weil sie dort zum Teil in Wohnwagen leben. Die Linke Leichlingen hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie den für diese Entscheidung Verantwortlichen, also CDU, Grüne, FDP und BWL (Bürgerliste Witzhelden) Machtmissbrauch vorwirft.

Das Bebauungsplanverfahren zu stoppen, mit dem die Naturfreunde ihr Gelände vielleicht hätten legalisieren können, sei gleichbedeutend mit einer Enteignung des Vereins. Die Linke verurteilt das Vorgehen. Das Ratsmitglied Klaus Reuschel-Schwitalla schreibt, dass die letzte derartige Maßnahme, den Naturfreunden das Gelände wegzunehmen, 1936 unter den Nazis stattgefunden habe. Die Naturfreunde erklären sich heute für politisch neutral, ursprünglich stammt die Organisation, die für Jugendbildung, Umweltschutz und sanften Tourismus eintritt, aus der sozialistischen Jugendbewegung.

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus (SWT) hatte die in Leichlingen regierende Jamaika-Koalition kürzlich entschieden, dass es ein Ende mit dem Bebauungsplanverfahren für das Gelände haben soll. Die Naturfreunde hätten jetzt seit drei Jahren nicht den geforderten Bebauungsplan vorgelegt.

Einen von den Naturfreunden vorgeschlagenen Flächentausch innerhalb ihres Grundstücks sollen die Planungsbehörden als kritisch und nicht zielführend ansehen. Eine denkbare Lösung könnte sein, dass die Naturfreunde auf ihre Eventfläche Am Block verzichten. Weil sie zu diesem Schritt bisher aber nicht bereit gewesen seien, könnten sie jetzt alles verlieren, so ein Insider. Naturfreunde-Chef Reinhold Pupka sagt dazu: „Auf die Wiese können wir nicht verzichten, da zelten die Schulklassen und viele andere Gruppen halten dort ihre Treffen ab, machen Lagerfeuer, ohne die Wiese hat das alles keinen Sinn hier.“