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Parkgebühren in LeichlingenKein Nulltarif für Elektro-Autos

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An den Leichlinger Gebühren-Automaten ist jetzt auch die Parking-App Parco verfügbar.

Leichlingen – Sollen Fahrer von Autos mit Elektroantrieb in Leichlingen kostenlos parken dürfen? Die CDU-Fraktion hatte beantragt, E-Pkw und Besitzer von Plug-in-Hybriden und Wasserstoff-Autos für ihre umweltfreundlichen Vehikel mit einer Gratisstunde zu belohnen und so den Kauf abgasarmer Fahrzeuge zu fördern.

Im Verkehrsausschuss lösten die Christdemokraten damit eine Grundsatzdebatte aus, die überraschend endete: Die CDU zog ihren Antrag schließlich zurück, weil die Gegenargumente überzeugend waren.

278 Elektro- und Hybridautos

Die Verwaltung hatte zwar schon den Weg zur Gebührenbefreiung geebnet, angeboten, Zusatzschilder aufzuhängen und den Nulltarif für Öko-Autos sogar auf vier Stunden auszuweiten. In dem Zusammenhang teilte sie auch mit, dass in Leichlingen derzeit 278 Elektro- und Hybridautos angemeldet sind.

Aber die Politiker hatten Bedenken. Ratsherr Tobias Rottwinkel (SPD) bekannte, „große Probleme“ damit, mutmaßlich wohlhabendere Fahrer gegenüber jenen, die nicht genug Geld für ein teures E-Auto haben, zu bevorzugen. Auch Martin Klemmstein (SPD) bezweifelte, ob es „wirklich nötig“ sei, diese Zielgruppe finanziell zu entlasten. Lothar Esser (FDP) glaubt nicht, dass eine Gebührenbefreiung ein echter Anreiz zur Anschaffung emissionsarmer Wagen sei.

CDU zieht Antrag zurück

Und sogar Gregor Boukes (CDU) sprach sich gegen den Antrag seiner eigenen Fraktion aus, weil es mit der Umweltfreundlichkeit von-E-Autos wegen der Akku-Problematik gar nicht so weit her sei. Jürgen Langenbucher (Grüne) erklärte sich für befangen, nahm an der Abstimmung nicht teil, weil er einen Hybrid-Pkw hat. Doch dazu kam es nicht, weil die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Silvia Pallenberg den Antrag ihrer Kollegen Heusner, Imcke und Schiefer zurückzog.

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Angenommen hat der Ausschuss hingegen den Antrag der SPD, breitere Familienparkplätze anzulegen, die Eltern mit Kinderwagen das Ein-und Aussteigen erleichtern. Die Verwaltung will dort, wo es geht, künftig 3,50 Meter breite Abstellbuchten markieren. Freiwillig, in der Straßenverkehrsordnung sind sie nicht vorgesehen und bisher gibt es sie vor allem auf Privat- Parkplätzen vor Märkten.