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SammlerEinrädrig durch die Geschichte der Automobile

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Mit seinem Messerschmitt-Kabinenroller kam Wulf Schmidt 2007 zum ersten Leichlinger Einrad-Anhänger-Treffen.

Leichlingen – Es gibt sie als Klappzelt und Faltboot, als geschlossenen Kofferraum oder offene Ladefläche. Manche transportieren darin einen Bierkasten oder eine komplette Campingküche durch die Gegend. Gewerbliche Exemplare tragen ein Messrad für Streckenvermessungen oder einen Holzgas-Generator zur Energiegewinnung. Sie hängen hinter Kabinenrollern, VW-Bussen und Omnibussen. Auf jeden Fall haben sie alle nur ein Rad – und deswegen heißen sie Einradanhänger. Den ersten gab es 1912. In den 1950er Jahren hatten sie ihre beste Zeit.

Forscher mit großem Fuhrpark

Die den meisten Autofahrern wahrscheinlich völlig unbekannte Spezialabteilung der Automobilgeschichte ist die Passion des Leichlingers Karlheinz Flach. Der Sammler aus Kradenpuhl nennt zwei Dutzend der historischen Mini-Waggons sein eigen und ist ein bundesweit bekannter Spezialist für diese Kfz-Nische, die er mit Akribie erforscht. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens seines einrädrigen Fuhrparks veranstaltet Flach am Wochenende vom 17. bis 19. August in Leichlingen zum zweiten Mal ein „Internationales Einradanhänger-Treffen“. 2007 hatte er Fans seines Hobbies aus aller Welt erstmals zum Stelldichein, Fachsimpeln und Zelten auf die Wiese in der Ortschaft Kradenpuhl zwischen Unterberg und Nesselrath an der Kreisstraße 1 eingeladen.

Zelten am Lagerfeuer

Dort, neben der Hausnummer 75, ist auch in einer Woche wieder das Mekka der kleinen Einradanhänger-Szene. An allen drei Tagen sind Besucher in dem rollenden Museum willkommen. Die teils kuriosen Raritäten können aber auch in voller Fahrt erlebt werden: Am Samstag, 18. August, stellen alle Teilnehmer ihre Oldtimer auf dem Marktplatz im Brückerfeld vor, wo von 10.30 Uhr bis 13 Uhr für Zuschauer die beste Möglichkeit besteht, einen Blick auf die Gepäckanhänger und ihren Inhalt zu werfen. Eintreffen werden die Teilnehmer des Camps im Laufe des Freitags. Sie parken auf dem Feld in Kradenpuhl, wo auch gezeltet werden kann und gemeinsam gefrühstückt werden soll und wo Karlheinz Flach Lagerfeuer-Romantik mit Gitarrenmusik aufkommen lassen will. Musiker mit Instrumenten sind dazu eingeladen. Nur bei starkem Regen müssen die Fahrzeuge auf den befestigten Parkplatz des Schulzentrums Am Hammer ausweichen. Am Samstag formiert sich die Parade um 9.30 Uhr zur Rundfahrt durchs Bergische Land, die bis zum Nachmittag dauert – unterbrochen durch die Freiluft-Ausstellung in der Innenstadt. Dort können Neugierige auch die am häufigsten gestellte Frage beantwortet bekommen: „Nur ein Rad? Kippen die denn nicht um?“ (hgb)

Informationen über die Geschichte der Einrad-Anhänger, seine Sammlung und das Treffen auf der Homepage von Karlheinz Flach: