Am 21. Mai haben Monika Müller vom Kirchenvorstand und Landschaftsarchitekt Doron Stern den NRW-Landschaftsarchitekturpreis entgegengenommen.
ArchitekturNächste Auszeichnung für evangelisches Gemeindehaus in Witzhelden

Es galt, das neue Gemeindehaus mit der Kirche und dem Pfarrhaus zu einem Ensemble zu vereinen.
Copyright: Sven Berkey
Das evangelische Kirchengemeindein Witzhelden freut sich über die nächste Auszeichnung für ihr Gemeindehaus: Am 21. Mai haben Monika Müller vom Kirchenvorstand und Landschaftsarchitekt Doron Stern auf der Zeche Zollverein in Essen den NRW-Landschaftsarchitekturpreis entgegengenommen. Das ist bei Weitem nicht die erste Auszeichnung für das im September 2023 nach vier Jahren Bauzeit eröffnete Objekt: Unter anderem hatte die Architektenkammer NRW im Februar dieses Jahres den Kirchenstandort Witzhelden als eine der „vorbildlichen Bauten“ 2025 ausgezeichnet. Und im September des vergangenen Jahres bekam das Haus den Landespreis für Architektur.

Das Gemeindehaus ist 500 Quadratmeter groß, das Kölner Büro Kastner Pichler Schorn ist für die Architektur verantwortlich, der Landschaftsarchitekt Stern für den Vorplatz.
Copyright: Sven Berkey
Die ersten Ideen für ein neues Gemeindehaus entstanden laut Gemeinde 1988. Es folgten Machbarkeitsstudien, ein Architektenwettbewerb sowie das Klären der Finanzierung. „Viel Arbeit und einen langen Atem“ habe man investieren müssen, bis der zweigeschossige Bau mit der schicken Steinfassade stand. Das Gemeindehaus ist 500 Quadratmeter groß, das Kölner Büro Kastner Pichler Schorn ist für die Architektur verantwortlich, der Landschaftsarchitekt Stern für den Vorplatz. Schon mehrfach lobten Fachleute das Haus, den Vorplatz und die gesamten Außenanlage zwischen dem alten Fachwerk-Pfarrhaus und dem Alten vom Berg, der evangelischen Kirche.

Das Evangelische Gemeindehaus Witzhelden erhält die nächste Auszeichnung.
Copyright: Niklas Pinner
27 Arbeiten waren bei der Jury des Landschaftsarchitektenpreises eingegangen. fünf davon zeichnete die Jury unter Vorsitz von Prof. Irene Lohaus (Landschaftsarchitektin, TU Dresden) mit einem Preis aus, zwei weitere erhielten eine Anerkennung. Der Kirchenstandort Witzhelden bekam einen Preis in der Kategorie „Stadtplätze“. Im Kommentar der Jury heißt es: „Witzhelden besitzt mit der Dorfkirche einen zentralen Ort in der Gemeinde. Es galt, einerseits das neue Gemeindehaus in dem topografisch höchst komplexen Ort mit der Kirche und dem Pfarrhaus zu einem Ensemble zu vereinen, andererseits die Bedeutung des Ortes für das Gemeindeleben funktional zu hinterlegen.“
Und dafür sei der Planungswettbewerb genau das richtige gewesen, so die Juroren: „Die außergewöhnliche Gestaltqualität bis ins Detail“ hervorzuheben, „die diesen Raum mit einladender Atmosphäre entwickelt. Das Höhenkonzept entlockt dem vielfaltig geneigten Gelände unterschiedlich nutzbare Freibereiche“.
