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Wupperbrücke bei LeichlingenDie Behelfsbrücke wird wieder abgebaut

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Gut dreieinhalb Jahre war die Behelfsbücke im Einsatz. Jetzt wird sie abmontiert.

Leichlingen – Gut dreieinhalb Jahre hat die Behelfsbrücke einen Teil des Verkehrs zwischen Leichlingen und Solingen getragen. Nun – wenige Wochen nach Fertigstellung der neuen Brücke über die Wupper – wird das tonnenschwere Bauwerk stückweise wieder demontiert und abtransportiert.

Am Mittwochmorgen wurde ein großer Kran mit einem Tragkraft von bis zu 500 Tonnen von einem zweiten, etwas kleineren Kranfahrzeug in Stellung gebracht. Dann erst konnte die eigentliche Arbeit unter den Augen einiger interessierter Zuschauer beginnen. Vier jeweils 40 Meter lange Brückenelemente mit einem Gewicht von jeweils 55 Tonnen müssen aus der Lagerung gehoben und auf Spezialtransporter gehievt werden, die diese Elemente zunächst in ein Zwischenlager und später zu einer erneuten Baustellenverwendung befördern. Bis zum Ende der Woche soll der Brückenabbau erlegt sein.

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Im November 2018 war die Behelfsbrücke über die Wupper zwischen Nesselrath und Haasenmühle gebaut worden. Sie wurde benötigt, nachdem eine Sicherheitsprüfung ein Jahr zuvor der 60 Jahre alten Brücke im Zuge der Kreisstraße 1 so erhebliche Mängel aufgewiesen hatte, dass diese für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen unverzüglich gesperrt werden musste. Der Verkehr durfte einstweilen nur noch über eine Fahrspur laufen oder musste großräumig über Ziegwebersberg und Aufderhöhe umgeleitet werden.

Die alte Wupperbrücke wurde 2019 abgerissen, die neue im Mai 2021 mit fast einem halben Jahr Verspätung für den Verkehr freigegeben. Nach dem Abbau der Behelfsbrücke in dieser Woche steht noch der Abbruch der Widerlager an. Nach deren Beseitigung muss das Gelände, über dass die Notbrücke und deren Zufahrtsstrecken führten, renaturiert werden. Die Wupper liegt in diesem Bereich in einem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) und muss weitestgehend in ihren vorherigen natürlichen Zustand zurückversetzt werden. Das soll bis Ende des Jahres geschehen sein. Mehr als sechs Millionen Euro wird die Erneuerung der Wupperbrücke am Ende gekostet haben, wovon rund zwei Drittel aus Landesmitteln abgedeckt werden.