Leverkusen – Bei einem nächtlichen Brand in einer Tiefgarage in Rheindorf sind am frühen Sonntagmorgen mehrere Fahrzeuge vernichtet worden. Die Rauchentwicklung war so stark, dass das Mehrfamilienhaus während der Löscharbeiten vorsichtshalber geräumt werden musste, um Rauchgasvergiftungen der Bewohner zu vermeiden.Die Brandursache ist bisher ungeklärt. Deshalb kann neben technischem Versagen auch vorsätzliche Brandstiftung offenbar nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei hat jedenfalls einen Aufruf an Zeugen veröffentlicht, die sich melden sollen, wenn sie verdächtige Beobachtungen gemacht oder zur fraglichen Zeit Personen gesehen haben.

In einer Tiefgarage waren mehrere Autos ausgebrannt.
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Kurz nach 3 Uhr hatten mehrere Anwohner Feuerwehr und Polizei alarmiert, weil starker Qualm aus dem Kellergeschoss des Gebäudes in der Rheindorfer Felderstraße drang. Die Leitstelle alarmierte daraufhin die beiden Wachen der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Rheindorf. Die ersten Einsatzkräfte trafen schon nach wenigen Minuten ein und stellten fest, dass bereits Flammen und massiver Rauch aus den Lichtschächten des Gebäudes stiegen. Während alle Personen in den darüber liegenden Wohnungen geweckt und in Sicherheit gebracht wurden, begannen nachrückende Kräfte mit der Brandbekämpfung: In der Tiefgarage brannten nach Angaben der Feuerwehr drei Autos und ein Motorrad.
Corona-Schnelltests
32 Bewohner des Mehrparteienhauses, in dessen Erdgeschoss sich auch ein Lebensmitteldiscounter befindet, wurden durch das zum Teil schon verrauchte Treppenhaus ins Freie geleitet. Da zu diesem Zeitpunkt unklar war, ob die Anwohner noch in der Nacht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren könnten, wurde der Rettungsbus der Feuerwehr Köln zur Unterstützung angefordert und vorsorglich die Alarmstufe „Massenanfall von Verletzten“ ausgerufen. Auch die Einheiten Hitdorf und Bürrig der Freiwilligen Feuerwehr kamen zur Unterstützung zum Einsatzort. Um der besonderen Situation der Corona-Pandemie gerecht zu werden, wurde durch Kräfte des Malteser Hilfsdienstes außerdem eine Corona-Schnelltest-Station eingerichtet. Alle Bewohner, die im Rettungsbus betreut wurden, unterzogen sich einer Testung.
Es stellte sich heraus, dass keiner der Anwohner verletzt war, jedoch ein Betreuungsbedarf bestand. Gegen 6 Uhr konnten allerdings alle Bewohner des Hauses zurück in ihre Wohnungen gebracht werden. Insgesamt waren die Feuerwehren und der Rettungsdienst Leverkusen mit 65 Einsatzkräften sowie 28 Fahrzeugen, inklusive der Unterstützung der Feuerwehr Köln, vor Ort. Um den Grundschutz im Stadtgebiet sicherzustellen, wurden in der Nacht die Einheiten Schlebusch, Steinbüchel sowie Bergisch Neukirchen in Alarmbereitschaft versetzt. Der Einsatz konnte am Sonntagmorgen erst um 7.30 Uhr beendet werden.Die Polizei sucht Zeugen für den Brand in Rheindorf. Das Kriminalkommissariat 15 hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und bittet nun daher um sachdienliche Hinweise möglicher Zeugen unter ☎ 0221 / 2290 oder per E-Mail an: poststelle.koeln@polizei.nrw.de
