Leverkusen – Abitur, Studium, Karriere – dies ist die berufliche Laufbahn, die besonders anerkannt ist. Viele vergessen dabei, dass es auch noch andere Möglichkeiten neben einem Studium gibt. Etwa eine Ausbildung.
Um auf die verschiedenen Arbeitsbereiche aufmerksam zu machen, stehen am Freitag und Samstag 64 Aussteller im Forum Leverkusen. Sie stehen für viele handwerkliche und soziale Berufe, aber auch Radio Leverkusen oder die Polizei haben einen Stand. Seit einiger Zeit herrscht großer Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt, der sich kaum verringern wird. Und so soll die Messe Schüler und Schülerinnen zu der Frage anregen, ob eine duale Ausbildung nicht eher ihrem Interesse entspricht.
Es gibt immer noch Plätze
„Es sollen vor allem die Sekundarstufen I und II mit dem Angebot angesprochen werden. Obwohl der Ausbildungsstart dieses Jahr im Herbst schon vorbei ist, suchen viele Unternehmen noch Auszubildende und würden diese auch jetzt noch gerne annehmen“, unterstreicht Nicole Jordy, Chefin der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach, die auch Leverkusen betreut.

Oberbürgermeister Uwe Richrath absolvierte bei Caverion einen Reaktionstest.
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Aline Fellmin, die für die Unternehmerverbände Rhein-Wupper die Messe organisiert hat, betont am Freitag, wie wichtig es sei, dass besonders die Auszubildenden der Firmen da sind: „Jugendliche können ganz anders Kontakte zueinander knüpfen. Sie sprechen die gleiche Sprache und haben ein Gespür für das, was potenzielle Auszubildende interessieren könnte.“ Es sei gut, dass nicht nur Erwachsene an den Ständen sind, die ihren Beruf schon seit Jahren ausüben.
Reaktionstest beim Gebäudeausrüster
Am Stand der Firma Caverion, die sich mit der Gebäudeausrüstung in allen Gewerben beschäftigt, können Schüler und Schülerinnen einen Reaktionstest machen. Edwin Aristov, seit drei Wochen Auszubildender in der Firma, erzählt, dass er vorher Informatik studiert, aber abgebrochen hat. Er will jetzt in der Arbeitswelt Fuß fassen und mit einer abgeschlossenen Ausbildung etwas Handfestes haben.
Dasselbe Motiv hat Maryia Barokka, die seit Anfang April eine Ausbildung als Pflegerin im St.-Remigius-Krankenhaus in Opladen macht. „Ich habe zuerst ein Praktikum dort gemacht und mich schließlich an einer Schule und einem Krankenhaus für diese Ausbildung beworben. Mir macht es Spaß, Leuten zu helfen, denn diese Arbeit ist für mich sinnvoll.“ Und: Sie habe sich für einen sicheren Beruf entschieden.
Der Gesundheitssektor ist durchaus gefragt
Katharina Alt und Mert Karaketir, Schüler der elften Klasse, informieren sich an dem Stand über ein Praktikum und Bewerbungsmöglichkeiten. „Ich weiß schon, dass ich nach meinem Abitur in den Gesundheitsbereich gehen möchte. Deswegen nutze ich den Tag heute, um mir verschiedene Stellen anzuschauen und mir einen Überblick zu verschaffen. Außerdem kann ich hier schon gut eine Praktikumsstelle für die Schule finden“, erklärt die Elftklässlerin.
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Bereits am Freitagmorgen war die Veranstaltung ein Erfolg. Die Interessenten strömten nur so ins Forum, darunter auch vereinzelte Klassen mit ihren Lehrkräften. Für sie gab es an nahezu allen Ständen auch Tüten mit Informationen und Süßigkeiten zum Mitnehmen. Am Samstag ist die Ausbildungsmesse im Forum erneut von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

