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Autoren entdeckten neue Perspektive

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In den Schreibwerkstätten von Regina Schleheck und Christian Linker entstand das Buch „Traumfabrik“, mit Kurzgeschichten von 20 Autoren.

Besucher der Stadtbibliothek bekommen außer Literatur alle paar Wochen auch Kaffee und Kuchen serviert. Künftig findet einmal im Monat eine Gesprächsrunde unter dem Titel „Literatur-Café“ statt, die vom Förderverein Literatur in Leverkusen und der Autorengruppe „Faust“ initiiert wurde. Laut dem Vorsitzenden des Fördervereins, Stefan Andres, will man bei diesem literarischem Beisammensein vor allem das Publikum zu Wort kommen lassen: „Die Autoren der Gruppe Faust sind gespannt auf Gespräche über unterschiedlichste Themen.“

Zum Auftakt stand ein besonderes Buch im Fokus der Gesprächsrunde. Unter dem Titel „Traumfabrik“ stellten die Autoren der Initiative Literaturlabor Leverkusen ihre kreativen Ergebnisse vor. Insgesamt 20 Schreibbegeisterte – vom Laien bis zum Profi – nahmen an den regelmäßigen Schreibwerkstätten teil, die unter der Leitung von Autorin Regina Schleheck und Jugendbuch- und Romanschriftsteller Christian Linker stattfanden. Die beiden Workshop-Leiter sollten , so war es geplant, unabhängig voneinander arbeiten, doch dazu kam es nicht. „Aufgrund des regen Austausches unserer heterogenen Gruppe und der Freiheit, das schreiben zu können, worauf man Lust hat, wurde das Projekt von einem Arbeitsauftrag zu einer Herzensangelegenheit, erklärte der Schriftsteller. Auch dem Leiter des Chempark-Nachbarschaftsbüros „Chempunkt“, Ulrich Bornewasser, lag am Herzen, durch das Literaturprojekt Menschen zum Schreiben zu bewegen. Der finanzielle Unterstützer konnte sich der Kreativität nicht entziehen und wurde nach dem ersten Workshop selbst zu einem der Autoren. Seine Kurzgeschichte trägt den Titel „Ehe + + - was sich neckt, das liebt sich“.

Für Teilnehmerin Marie van Veen führte die Festlegung des Themas zunächst zu einer Schreibblockade: „Zu Beginn des Workshops bekamen wir kleine Schreibaufträge gestellt, an denen sich meine Gedanken orientieren konnten. Nachdem das Thema »Aus der Traum« festgelegt wurde konnte ich diesem nur Negatives und Düsteres zuordnen.“

Die 21-Jährige lernte dann durch die Hilfe von Schleheck und Linker, sich beim Schreiben mehr Freiheit zu nehmen: „Man hat uns beigebracht, um die Ecke zu sehen.“ Die von ihr verfasste Kurzgeschichte handelt von einem politischen Attentat. Geschrieben hat sie die Geschichte aus der Sicht des Attentäters.

„Das Buch wird spätestens am 21. Dezember im Handel erhältlich sein“, versicherte Regina Schleheck. Laut der Autorin wird es an dem Datum eine weihnachtliche Literaturempfehlung geben, bei der die Stadtbibliothek und die Autorengruppe Faust ihre Lieblingsbücher des Jahres 2019 vorstellen.